{"id":7008,"date":"2019-11-25T10:14:26","date_gmt":"2019-11-25T09:14:26","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=7008"},"modified":"2019-11-25T10:14:36","modified_gmt":"2019-11-25T09:14:36","slug":"ab-in-den-sueden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/ab-in-den-sueden\/","title":{"rendered":"Ab in den S\u00fcden"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Das wiedergefundene Handy<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie am Vortag, nahmen wir auch heute den ersten Bus wieder zur\u00fcck nach Takayama. Unser Ziel: nach Nagano und das Handy holen, danach nach Tokyo. Am \u00fcbern\u00e4chsten Tag mussten wir einen Flug erwischen. Aber nicht nach Deutschland. Wir erreichten also Takayama knapp zwei Stunden Busfahrt und stellten mit Schrecken am Bahnhof fest, dass kein Zug unsere Richtung fuhr. Das war schlecht, denn bis zum heutigen Tag wurde mein Handy in der Fundstelle aufbewahrt. Danach w\u00fcrde es an die Polizei weitergegeben. Wegen zu starkem Wind wurde der derzeitige Zug abgesagt. Der n\u00e4chste kam erst in \u00fcber zwei Stunden. Mit Umstieg und Wartezeit zog sich die Strecke nach Nagano bis in den Nachmittag. Auch die fr\u00fchesten Busse waren bisher alle ausverkauft und kosteten zu unseren JR P\u00e4ssen. Eher ein Minusgesch\u00e4ft. Es half nichts, wir belagerten den Bahnhof und hofften auf einen spontanen Einschiebezug. Und tats\u00e4chlich kam eine Localtrain. Die brauchte zwar Stunden um uns nach Toyama zu bringen, aber immerhin schafften wir den n\u00e4chsten Shinkansen nach Nagano rechtzeitig. Wir fanden das Fundb\u00fcro und tadaa es war wieder in meinen Besitz. Die Erfahrung, Sachen im Shinkansen zu verlieren zeigte zumindest, dass diese schnell wieder gefunden und dann an die Beh\u00f6rden weitergeleitet wurden.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-18-shinhotaka-tokio-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7052\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-18-shinhotaka-tokio-scaled.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-18-shinhotaka-tokio-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-18-shinhotaka-tokio-768x550.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-18-shinhotaka-tokio-1536x1101.jpg 1536w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-18-shinhotaka-tokio-2048x1468.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Unser &#8222;Umweg&#8220; nach Tokio<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir erreichten in der Nacht unser Hotel in Tokyo und packten unsere leichten, sommerlichen Klamotten aus, denn morgen ging es nach Okinawa \ud83d\ude00 <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kein Urlaub auf der Urlaubsinsel<\/h2>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich wollten wir auf Okinawa einen Hotelurlaub machen und von unseren st\u00e4ndigen Ortwechseln und weiterreisen erholen. Hah! Nicht mit mir \u2013 ich fand vorher ein unschlagbar gutes Angebot f\u00fcr ein Mietauto, was bedeutete, wir werden wieder reisen. Sorry, Alfred.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg zum Flughafen fanden wir zum Gl\u00fcck rechtzeitig heraus, dass Inlandsfl\u00fcge eine andere Metrostation waren und erreichten etwas gestresst das richtige Gate. Unser Flugzeug war eine 300-Mann gro\u00dfe Maschine, was uns sehr \u00fcberraschte. Wir flogen unter der Woche, in der Fr\u00fch auf eine Urlaubsinsel au\u00dferhalb der japanischen Feiertage. Allerdings waren mit uns auch wieder viele Schulklassen dabei, die die Mehrheit im Flugzeug ausmachten. Der Flug war unkompliziert und trotz meiner Flugangst ganz sch\u00f6n. Lag auch daran, dass wir Gangpl\u00e4tze hatten, wo ich mich ganz auf die gro\u00dfen Fernseher konzentrieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-19-okinawa-1-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7148\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-19-okinawa-1-scaled.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-19-okinawa-1-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-19-okinawa-1-768x550.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-19-okinawa-1-1536x1101.jpg 1536w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-19-okinawa-1-2048x1468.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Unsere Autoroute am Tag 1<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Okinawa, eine japanische, subtropische Insel im Pazifik. Neben der Hauptinsel gibt es in der gleichnamigen Pr\u00e4fektur zahlreiche weitere Inseln bewohnt und unbewohnt mit einer gesamtgr\u00f6\u00dfe von insgesamt 2<em>276,48 Quadratkilometer. Die Insel<\/em>gruppen waren bis ins 19. Jahrhundert sogar ein eigenes K\u00f6nigreich mit eigener Kultur, eigenen Hymnen und Sprache. Daraus gilt noch heute die Bezeichnung der Ryukyu Epoche und wird gerne als Synonym f\u00fcr Kultur und des Lebensstils auf der Insel. Bis zur Annexion Japans war das Ryukyu K\u00f6nigreich durch den Handel mit China und Korea sehr reich geworden. Auch europ\u00e4ische Missionare und H\u00e4ndler wurde auf die Insel aufmerksam. F\u00fcr ihre Geschichte und Kultur sind die Bewohner bis heutzutage noch Stolz und zeigen dies in den Museen auf der Insel. Indirekt wurden auch die Unterschiede zwischen der japanischen Kultur und der auf der Insel aufgezeigt, manchmal in Videos, manchmal in der Landestracht.<br>W\u00e4hrend des zweiten Weltkrieges wurde die Insel zwischen Japan und USA hart umk\u00e4mpft. Okinawa wurde bis in die 1970er Jahre von den USA besetz. W\u00e4hrend unserer Reise war auch das Milit\u00e4r allgegenw\u00e4rtig, da einige Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte auf der Insel noch sehr aktiv waren. Allgemein merkte man, dass sich die Uhren auf Okinawa langsamer drehten und auch die s\u00fcdl\u00e4ndische L\u00e4ssigkeit war hier zu sp\u00fcren. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Okinawa World<\/h2>\n\n\n\n<p>Okinawa begr\u00fc\u00dfte uns mit warmen Temperaturen \u00fcber 20 Crad und etwas Regen. Wir holten unser Auto ab und zielten den Norden der Insel an. Zun\u00e4chst fuhren wir einen Schlenker \u00fcber die Hafenstadt Itoman. Da die Vermittlung der Ryukyu Kultur fast ausschlie\u00dflich in Themenparks erfolgte, war einer davon unser anschlie\u00dfendes Tagesziel. Mittelpunkt der Ryukyu-Kultur waren die Shisa, kleine Hunde, oder auch L\u00f6wen mit gro\u00dfen M\u00e4ulern und wallender M\u00e4hne.&nbsp; Wir kannten diese Art als Tempelw\u00e4chter vor einigen Schreinen oder Tempeln, hier auf der Insel waren sie allgegenw\u00e4rtig. Ob auf Hausd\u00e4chern, vor T\u00fcreing\u00e4ngen oder auch als Logo, die Shisa wurden f\u00fcr alles verwendet. \u00dcbrigens entsprang diese Form aus dem alten \u00c4gypten. Dort wurden L\u00f6wen aufgezeichnet und als kulturelles Ged\u00e4chtnis \u00fcber das Ende der eigenen Kultur hinaus nach China verbreitet. \u00dcber die Seidenstra\u00dfe erreichten schlie\u00dflich die nun ver\u00e4nderten L\u00f6wen Okinawa und wurden von der heimischen Kultur aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits am Eingang von Okinawa World waren diese Shisa auch zu entdecken. Erst hier kam Urlaubsfeeling auf. Die Fahrt durch das Stadtgebiet war sehr nervenzehrend gewesen. Hier, zwischen Hibiskusbl\u00fcten und exotischen Fr\u00fcchten konnte ich mich endlich auf die Insel einstellen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Auf dem Parkgel\u00e4nde konnte man neben einem nachgebauten\nRyukyo-Dorf auch eine der gr\u00f6\u00dften Tropfsteinh\u00f6hlen der Insel besichtigen. Diese\nwurde von den Amerikanern entdeckt und von einem japanischer Forscherteam\nausgeleuchtet. Sie ist 890 Meter lang und hat eine konstante Temperatur von 21\nCrad Ceslsius. Man muss nur wenige Treppenstufen nach unten absteigen und f\u00fchlt\nbereits die schw\u00fcle W\u00e4rme in der H\u00f6hle. Die H\u00f6hle war in verschiedene R\u00e4ume\neingeteilt und mit Stalaktiten und Stalagmiten belegt. Trotz der erdr\u00fcckenden\nW\u00e4rme war musste ich alle paar Meter anhalten und Fotos von den wundersch\u00f6nen\nGesteinsformationen schie\u00dfen. Neben dem Weg floss ein Bach mit glasklarem\nWasser. Dort entdeckte ich gleich zwei Flusskrebse, die fast durchsichtig\nwaren. Sie bewegten sich schwebend \u00fcber den sandigen Boden und suchten nach\nNahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im hinteren Teil der H\u00f6hle floss das Wasser wie ein Wasserfall \u00fcber einen Stalagmiten. Es war der gr\u00f6\u00dfte den ich je gesehen habe! Mit \u00fcber 31 Meter Umfang(!) konnte ich kaum ein Bild von dem gesamten Gestein schie\u00dfen. Das Wasser floss sehr d\u00fcnn und gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber den Stein, fast so als ob er nur mit einem d\u00fcnnen Film \u00fcberzogen war. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Nach eineinhalb Stunden in der H\u00f6hle erreichten wir schlie\u00dflich den Ausgang. Als wir oben wieder ankamen dunkelte es bereits und die ersten L\u00e4den im Ryukyu Dorf schlossen bereits. Wir holten uns schnell ein Abendessen-Eis und steuerten den Ausgang an. Als einer der letzten Besucher verlie\u00dfen wir den Parkplatz und steuerten in der Nacht den Nordteil der Insel an.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Wir erreichten einige Stunden sp\u00e4ter den Michi-no-eki.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das wiedergefundene Handy Wie am Vortag, nahmen wir auch heute den ersten Bus wieder zur\u00fcck &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/ab-in-den-sueden\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Ab in den S\u00fcden<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":7084,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-7008","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7008"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7008\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7210,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7008\/revisions\/7210"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}