{"id":6878,"date":"2019-11-23T20:16:00","date_gmt":"2019-11-23T19:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=6878"},"modified":"2019-11-23T15:16:38","modified_gmt":"2019-11-23T14:16:38","slug":"die-haeuser-mit-den-gefalteten-haenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-haeuser-mit-den-gefalteten-haenden\/","title":{"rendered":"Die H\u00e4user mit den \u201egefalteten H\u00e4nden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr heute ging es in der Fr\u00fch zum Busbahnhof, der auch direkt neben der JR-Station lag. Wir waren heute Teil einer Tagesbusreise, da es tief in die Berge ging. Wir hatten f\u00fcr heute das rundum-sorglos-Paket gebucht, Busfahrt zu den Hauptattraktionen mit Mittagessen und R\u00fcckfahrt. Das Wetter an dem heutigen Tag sah eh nicht vielversprechend aus, weshalb wir sehr froh waren im warmen zu sitzen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-16-shirakawago-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6850\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-16-shirakawago-scaled.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-16-shirakawago-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-16-shirakawago-768x550.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-16-shirakawago-1536x1101.jpg 1536w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-16-shirakawago-2048x1468.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nordwestlich von Takayama liegen D\u00f6rfer mit Unesco Weltkultur Erbe Status. Die H\u00e4user haben eine einzigartige Dachkonstruktion, die Gassho-Zukuri hei\u00dft. \u00dcbersetzt: gefaltete H\u00e4nde. Dies liegt daran, dass die Form so spitz wie ineinander gefaltete H\u00e4nde sind und diese soll im Winter den Schnee schnellstm\u00f6glich von den Haus runter rutschen lassen. Wegen seiner Spitzen Form haben daher die H\u00e4user mehrere Stockwerke. \u00dcber die Feuerstelle zieht der Rauch zwar durch die Stockwerke, hielt allerdings die Insektion vom Storhdach fern. Die Hausd\u00e4cher bestehen aus Stroh, verdammt viel Stroh. Die Deckung eines normalen Hausdaches kostet ca. 20 Millionen Yen und dauert ca. einen Monat. Die meisten Kosten \u00fcbernimmt dabei der Staat. Viele H\u00e4user sind nach wie vor bewohnt und da man heutzutage nicht mehr mit Feuer heitzt, muss auch das Dach \u00f6fters ausgetauscht werden, als fr\u00fcher. Fr\u00fcher waren es ca alle 80 Jahre. Mittlerweile werden die D\u00e4cher nach 30 bis 40 Jahren gewechselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein die Busfahrt war spektakul\u00e4r, da der Expressway sich durch das Gebirge zog und nach jedem Tunnel sich ein fantastische Blick ins Tal er\u00f6ffnete. Leider waren die meisten Momente viel zu kurz da wir wieder im n\u00e4chsten Tunnel waren. Der l\u00e4ngste Tunnel war \u00fcbrigens ca. 11 km lang. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gokayama, erster Halt<\/h2>\n\n\n\n<p>Unsere erste Station war das Dorf Gokayama, in dem es nur neun H\u00e4user dieses Baustils gab. Der Busparkplatz lag etwas h\u00f6her vom Dorf, weshalb wir einen gr\u00f6\u00dferen Spaziergang zur Dorfbesichtigung vornahmen. Es ist schon eine Wucht, wie dick diese Strohd\u00e4cher sind. Bei denen, die \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich waren, trat ich etwas n\u00e4her heran. Leider spielte das Wetter so gar nicht mit, es fing immer wieder zu regnen an. F\u00fcr uns etwas ung\u00fcnstig, da wir unsere letzten Regenschirme in Osaka vergessen hatten und seit dem keine mehr nachgekauft haben. Zum Gl\u00fcck kam unsere Reisef\u00fchrerin zur Hilfe und trieb einen f\u00fcr uns auf. Wir ernteten neidische Blicke der anderen Bustouristen, die im Nassen weiter laufen mussten. Wir hatten \u00fcbrigens Gl\u00fcck mit der Bustour, die nicht \u00fcberf\u00fcllt war. Bis auf eine kleine Gruppe Australier, waren wir die einzigen Ausl\u00e4nder im Bus. Die Mehrheit war japanisch, was bedeutete, dass wir unsere eigene englischsprachige Reisef\u00fchrerin bekamen. Sie k\u00fcmmerte sich sehr um unser Wohlbefinden, daher auch der Regenschirm. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir spazierten unsere Runde im Dorf, das fast nur aus Touristen bestand und kehrten schlie\u00dflich zum Bus zur\u00fcck. Mittlerweile wurde es auch etwas frisch.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Nachdem wir den h\u00f6chsten Punkt angefahren hatten, ging es nun zum Mittagessen in der N\u00e4he von Shirakawago, dem bekanntesten Dorf. Es hat nicht nur die meisten Gassho-Zukuri-H\u00e4user, sondern auch die gr\u00f6\u00dften. Wie wir bereits in Kanazawa gelernt hatten, war Schie\u00dfpulver ein wichtiges gut. Das Dorf war eine der Produktionsst\u00e4tten hierf\u00fcr, welches seine G\u00fcter nach Kanazawa lieferte.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Reisef\u00fchrering bot uns an, direkt nach dem Essen zum Dorf zu laufen und uns dort umzusehen. Ihr Tipp: schaut euch nur eins dieser H\u00e4user an, da innen alle gleich aussehen. Es wurden auch Eintrittsgelder verlangt, daher machte ihr Ratschlag durchaus Sinn. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mittagessen mit Ausblick zum Unesco Welterbe<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir bekamen ein traditionelles Mittagessen. Fisch mit eigelegtem Gem\u00fcse und einer regionalen Spezialit\u00e4t. Diese bestand aus einer kr\u00e4ftig schmeckenden Misopaste, die auf einem Topf mit Tofu erw\u00e4rmt wurde. Das Essen f\u00fcllte einen sehr schnell, da auch Reis serviert wurde. Mit den Australiern unterhielten wir uns \u00fcber die erstaunlich kurzen Flugzeiten zwischen den L\u00e4ndern und auch China. Die Touristen kamen urspr\u00fcnglich aus einer Provinz, welche genau habe ich nicht verstanden. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Shirakawago<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir erkundeten damit das Dorf Shirakawago. Die massive Dachkonstuktion war sehr gut erkennbar und sah beeindruckend aus. Zwischen den massiven Hausd\u00e4chern konnte man auch vereinzelt normale H\u00e4user erkennen. Wir entschieden uns das gr\u00f6\u00dfte Haus im Ort anzuschauen. Tats\u00e4chlich war im Haus wenig \u00fcber das Alltagsleben ausgestellt. Im ersten Stock dagegen, bemerkte Alfred die Dachkostruktion. Neben massiven Holzbalken waren auch viele kleine zusammen gebunden und als kleinere Balken genutzt. Ich erinnerte mich an ein Graffiti in Hiroshima, das auf einer dreckigen Hauswand gesprayt war: good enough side. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben Werkzeugen konnten wir auch die Luke zur Feuerstelle im Erdgeschoss erkennen. Hier, direkt unter dem Dach wurde im Rauch nat\u00fcrlich Fisch und Fleisch ger\u00e4uchert. Das Familienleben spielte sich nur im Erdgeschoss ab.  Wieder drau\u00dfen angekommen schlenderten wir an einem Bach entlang. Am Bach versammelten sich einige Touristen und zeigten ins Wasser. Dort schwammen doch tats\u00e4chlich Wildlache gegen die Str\u00f6mung, bereit zum Ableichen. Ich war sehr erstaunt dar\u00fcber, dass diese Fische es ausgerechnet in die Region von Takayama getrieben hat.  <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Unsere letzte halbe Stunde verbachten wir im Freilichtmuseum, das \u00fcber Kultur und Dorfleben informierte. Besonders die Reisernte war hier sehr wichtig, wobei die Reisfelder immer noch von Menschenhand bestellt wurden. Ein enormer Arbeitsaufwand. Auch nachgebaute H\u00e4user konnte man von au\u00dfen, wie innen betrachten. Drau\u00dfen nutzten wir eine Regenpause f\u00fcr ein paar Fotos \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>Wieder in Kanazawa zur\u00fcck kamen wir wieder bei dem Burgerrestaurant vorbei und nutzten die Gelegenheit eines guten Burgers ein letztes mal. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr heute ging es in der Fr\u00fch zum Busbahnhof, der auch direkt neben der JR-Station &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-haeuser-mit-den-gefalteten-haenden\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Die H\u00e4user mit den \u201egefalteten H\u00e4nden\u201c<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":6867,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-6878","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6878"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6878\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7080,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6878\/revisions\/7080"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}