{"id":653,"date":"2019-09-08T17:32:44","date_gmt":"2019-09-08T15:32:44","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=653"},"modified":"2019-09-08T17:32:45","modified_gmt":"2019-09-08T15:32:45","slug":"die-traditionelle-seite-tokios","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-traditionelle-seite-tokios\/","title":{"rendered":"Die traditionelle Seite Tokios"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem wir technische und moderne Sehensw\u00fcrdigkeiten gesehen haben, wurde es nun Zeit die andere Seite Tokios zu sehen. Dies begann mit einem Besuch im Asakusa Tempel. Der Ort z\u00e4hlt zu den beliebtesten Hotspots der Stadt und es war daher nicht verwunderlich, dass wir nach Ankunft via Metro von den Menschenmassen etwas \u00fcberrumpelt wurden. Zumindest waren einige der Wege \u00fcberdacht und durch Wassernebel wurde versucht die Temperaturen lokal zu senken. Der Eingang zur Tempelanlage stellte das gro\u00dfe Tor dar. Ich beobachtete, wie sich einige Japaner vor dem Tor verbeugten, ehe sie eintraten. Die meisten Japaner trugen \u00fcbrigens Yukatas, eine einfache und leichtere Version des Kimonos. Letzterer besteht aus einigen Lagen und ist aus Seide, der Yukata hingegeben aus leichterem Stoff und mit auff\u00e4lligen Farben. Man konnte an jeder Stra\u00dfenecke f\u00fcr umgerechnet 30-50 Euro einen Yukata mieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos Kleidung: unter der Woche war die Metro voll von gut und seri\u00f6s gekleideten Menschen, was lange Anzughose und Hemd f\u00fcr die M\u00e4nner und Rock bis unter die Knie und Blazer f\u00fcr die Damen bedeutete. Jemand, der leichter angezogen war wurde etwas schief angeschaut. Am Wochenende hingegen war es kein Problem in kurzer Hose oder Tops durch die Gegend zu laufen und zu fahren. Casual war angesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor es vom Eingangstor zum Tempel ging, z\u00e4umten viele Gesch\u00e4fte den Weg. Dies galt auch f\u00fcr kreuzende Querstra\u00dfen, die nat\u00fcrlich alle besucht werden mussten. Unterm Strich: es wurde entweder Essen oder Tourischmarn teuer verkauft. \u00dcbringens gab es dort auch das Eulen-Cafe wof\u00fcr bereits in den Einkaufsstra\u00dfen mit einem v\u00f6llig \u00fcberm\u00fcdeten Kauz Werbung gemacht wurde. F\u00fcr mich, die Eulen liebt: Daumen runter! Das Caf\u00e9 habe ich nicht besucht. Daf\u00fcr kauften wir f\u00fcr Alfred einen Strohhut &#8211; die Sonne stach runter und verursachte bereits Kopfschmerzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Weiter ging es in Richtung Tempel. Obwohl es ein ziemliches Gedr\u00e4ngel war, kamen wir schnell zur eigentlichen Tempelanlage, dank geordneter japanischer Verh\u00e4ltnisse. Was mich noch mehr beeindruckte: es wurde nichts geklaut. Wir achteten zwar sehr auf unsere Sachen, hatten wegen Orientierung &amp; Co dennoch unsere unaufmerksamen Momente. Ich habe bereits in Foren gelesen, dass Tokio als eine der sichersten St\u00e4dte der Welt gilt &#8211; kann ich nur best\u00e4tigen.<br>Bevor es hoch auf den Tempel ging durchquerten wir ein weiteres Tor und konnten danach eine Prophezeiung aus einem Kastenhaus l\u00f6sen. Dies musste ich nat\u00fcrlich testen!  Zun\u00e4chst betet man. Dann mischt man, gegen 100 Yen, eine Metallbox und zieht einen Holzstab heraus. Auf dem ist eine Nummer geschrieben, die auf eine der Schubladen am H\u00e4uschen verweist. In jeder dieser Schubladen sind Zettel drin, auf denen mehr oder weniger kluge S\u00e4tze stehen. Bitte nicht falsch verstehen, aber f\u00fcr mich als Deutsche erinnerte mich die Prophezeiung ein wenig an die Gl\u00fcckskekse beim Chinesen. Falls man auf eine schlechte Prophezeiung st\u00f6\u00dft, kann man den Zettel falten und neben dem H\u00e4uschen verknotet aufh\u00e4ngen und damit das Ungl\u00fcck zur\u00fccklassen. Gute Nachrichten nimmt man mit nach Hause.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Wieder zur\u00fcck auf der Stra\u00dfe ging es in Richtung Zentrum Tokios. Genauer gesagt der Palastpark. Wir kamen am Tokioter Bahnhof an, \u00e4hnlich wie der Hbf M\u00fcnchen, und suchten nach einer Gelegenheit f\u00fcr das versp\u00e4tete Mittagessen. Der Bahnhof ist riesig und streckt sich \u00fcber mehrere Stockwerke, allein drei davon nur f\u00fcr Restaurants. Hier wurde alles geboten, besonders auch internationale K\u00fcche. Auff\u00e4llig war, dass die Decken niedrig waren, f\u00fcr uns kein Problem aber f\u00fcr sehr hohe Europ\u00e4er k\u00f6nnte das schon eng werden. Auch die Preise waren hoch angesetzt, weshalb wir erst im letzten Stockwerk das richtige Restaurant fanden.<br>Nach dem Essen ging es weiter direkt zum Garten. Da wir bereits eine Stunde vor der Schlie\u00dfung ankamen, gab es zumindest freien Eintritt. Dennoch lie\u00dfen wir uns nicht stressen und besuchten gem\u00fctlich den Garten. Alles in allem war die Anlage sch\u00f6n, wobei gewisse Highlights f\u00fcr mich fehlten. Der Garten bestand zum Gro\u00dfteil aus B\u00e4umen, Kirschb\u00e4umen und Str\u00e4uchern, was besonders im Fr\u00fchling ein Ereignis sein w\u00fcrde. F\u00fcr den Moment konnte man dennoch zur Ruhe kommen und die Gartenlandschaft genie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Ein Wunsch von Alfred war es den Tokio Tower zu besuchen. Nach einem langen Irrweg erreichten wir schlie\u00dflich die n\u00e4chstgelegene Metrostation und fuhren bis nach Akabanebashi. Als wir hoch kamen, war der Tokio Tower bereits zu sehen. Im Abendlicht bestaunten wir den Turm und gingen in Richtung Plattform. Eigentlich wollten wir in einem kleinen G\u00e4rtchen davor eine Pause machen, jedoch war die H\u00e4lfte davon mit Rosenbl\u00e4ttern ausgelegt und mit den Buchstaben &#8222;Marry me&#8220; versehen. Alfred gab mir gleich zu verstehen, dass das nicht auf seinen Mist gewachsen ist und wir zogen weiter zum Turm \ud83d\ude00<br>Der Eingang zum Turm ist wenig spektakul\u00e4r. Es ist ein Betonplatz mit einem Caf\u00e9 zu Towerpreisen. Wir lie\u00dfen unsere Blicke auf das Geb\u00e4ude ruhen und entschieden uns in Richtung Roppongi zu gehen, von wo aus man den Turm gut erkennen kann. Eine gute Sicht auf den Turm ist nur auf einer befahrenen Stra\u00dfe m\u00f6glich, weshalb wir etwas entt\u00e4uscht weiter zogen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Unser n\u00e4chstes Ziel war wieder Shibuya. Ich hatte einige Tourifotos schleifen lassen und wollte diese am Abend gleich nachholen. Mit dem Bus fuhren wir direkt an die Station, die sich im Umbau befand. Daher lief es etwas chaotisch zu. Zudem wollten wir herausfinden wann und von wo der letzte Bus fuhr, da unsere Tickets nur f\u00fcr eine bestimmte Metrolinie und bis zu letzten Fahrt galten. W\u00e4hrend wir etwas verdutzt uns mit den Gegebenheiten auseinandersetzten, wurden wir von einer Japanerin auf englisch angesprochen. Sie zeigte uns die richtigen Abfahrten und f\u00fchrte uns auch noch zu der Hachiko Hundestatue und einem Fotohotspot. Wir bedankten uns bei ihr und fragten sie, warum sie uns half (schlie\u00dflich hat hier jeder was zu tun oder ein Ziel zu erreichen). Daraufhin antwortete sie &#8222;it\u00b4s my Hobby to help people&#8220; \ud83d\ude42 Was f\u00fcr eine Vorbildfunktion!<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir technische und moderne Sehensw\u00fcrdigkeiten gesehen haben, wurde es nun Zeit die andere Seite &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-traditionelle-seite-tokios\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Die traditionelle Seite Tokios<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":726,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-653","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/653","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=653"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/653\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":727,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/653\/revisions\/727"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/726"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=653"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=653"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=653"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}