{"id":6338,"date":"2019-11-16T14:03:23","date_gmt":"2019-11-16T13:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=6338"},"modified":"2019-11-16T14:03:26","modified_gmt":"2019-11-16T13:03:26","slug":"die-suwa-sake-tour-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-suwa-sake-tour-teil-1\/","title":{"rendered":"Die Suwa-Sake-Tour Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Heute morgen ging es f\u00fcr mich fr\u00fch raus. Nachdem Alfred euch im letzten Beitrag ein bisschen gespoilert hat, kann ich euch \u00fcber das fragw\u00fcrdige Bergfoto aufkl\u00e4ren: Es ist der Fuji-san. Und f\u00fcr ein Foto ohne Wolken mit Sonnenaufgang stand ich in der Fr\u00fch auf. Um ehrlich zu sein war ich etwas sp\u00e4t dran, die ersten Sonnenstrahlen leiteten bereits den Tag ein. So schnell ich konnte packte ich alle wichtigen Sachen zusammen und rannte den Berg runter, durch den verschlafenen Ort zum Suwa-See. Von dort hatte man den besten Blick in das Tal, an dessen Ende der einsame Berg zu erkennen war. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fujisan und ich<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich kam genau richtig. Es war etwas dunkel am See, der Nebel hing in den Bergh\u00e4ngen etwas frisch in der Fr\u00fch. Dennoch sp\u00fcrte ich die K\u00e4lte nicht, da ich Richtung See joggte. Ich passierte eine Gruppe von Teenagern, die sich in der Fr\u00fch f\u00fcr das Ruderboottraining aufw\u00e4rmten. Fragend schauten sie mir zu, wie ich zum See eilte. Was ich dort wohl wollte? So langsam f\u00e4rbte das gelbe, warme Sonnenlicht auch die Bergh\u00e4nge in der Gegend und vertrieb die letzten Wolkenreste. Mir gegen\u00fcber am anderen Ende des Sees: der Berg Fuji. Ein wundersch\u00f6ner Anblick, inspirierend und wahrhaftig edel zugleich. Der bekannte Maler Hakosai verweilte einst in der Suwa Gegend, um eines seiner Bilderserie vom Fuji-san hier anzufertigen. Kein Wunder, die Sicht auf den h\u00f6chsten Berg Japans ist auch fabelhaft. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich mich vom Fuji-san satt gesehen habe, musste ich auch gleich wieder los. Wir hatten gestern ein traditionelles Fr\u00fchst\u00fcck gebucht, das sehr bald serviert wurde. Auf dem R\u00fcckweg warf ich noch einen letzten Blick auf den See, Fuji und dem Sonnenaufgang, der die roten Laubb\u00e4ume in ein rot-goldenes Licht f\u00e4rbte. Ein unvergesslicher Moment. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Ich hetzte also den Berg zu unserem Ryokan wieder hoch. Das\nkleine \u00d6rtchen war mittlerweile lebendiger geworden. In den Stra\u00dfen liefen die\nersten Schulkinder in Richtung Schule, Autos verstopften die Stra\u00dfen. Alles\nwirkte lauter und chaotischer. Dar\u00fcber hinaus hatte ich mich auch etwas\nverlaufen und fragte bei einem ans\u00e4ssigen Onsenbetreiber nach der Unterkunft.\nGl\u00fccklicherweise war diese im Ort sehr bekannt und ich musste nur wenige Meter\nUmweg laufen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wieder auf dem Zimmer angekommen warteten bereits Alfred und\nNana auf mich. W\u00e4hrend ich mit Alfred zum Fr\u00fchst\u00fcck ging, nutzte Nana die\nverbliebene Zeit zum Entspannen im Onsen.&nbsp;\n<\/p>\n\n\n\n<p>Das japanische Fr\u00fchst\u00fcck war, wie am Abend zuvor in verschiedenen G\u00e4ngen vorbereitet. Die Hauptspeise war diesmal ein frittierter Fisch aus dem Suwa See, den man mit Reis und diversen eingelegten Gem\u00fcse essen konnte. Eine warme Suppe rundete das Mahl ab. Zum Nachtisch gab es einen s\u00fc\u00dfen Joghurt mit Feigenmarmelade in der Mitte. Alles in allem sehr interessant, da man auch hier die unterschiedlichsten Gem\u00fcseverarbeitungen aus der Region vorfand. Nicht zu vergessen, dass die Japaner sich fr\u00fcher eher vegetarisch ern\u00e4hrt hatten. Eben auf diese Lebensweise ruhen viele Gerichte, die man zusammen mit Reis kombiniert. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck rollten wir zu unserem Zimmer zur\u00fcck und mussten erst mal alles setzten alles. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir unsere Sachen gepackt und ausgecheckt haben,\nging es f\u00fcr uns los. Zun\u00e4chst galt es den Ort Shimo-Suwa selbst zu besichtigen.\nWir liefen zum \u00f6stlichen Ende des Ortes, wo der Suwa-taishia Akimiya Schrein\nstand und f\u00fcr die Japaner eine wichtige Bedeutung hat. Am Eingang des Schreins\nstand ein altes Wasserbecken aus Stein zur S\u00e4uberung. Das Besondere: warmes\nWasser floss aus dem aus Stein angefertigten Drachenmaul, was den Drachengott\nsymbolisieren sollte. Das Quellwasser w\u00e4rmte auch gleich die kalten H\u00e4nde auf.\nZwar war die Sonne l\u00e4ngst aufgegangen, doch ein kalter Wind aus den Bergen zog\nins Tal und lie\u00df uns etwas frieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir gelangten auf das Schreingel\u00e4nde, das \u00fcbrigens die\ngr\u00f6\u00dften Bronze Komainu, W\u00e4chterhunde, hatte. Wir durchquerten die Anlage und\nbemerkten in den Ecken vier alleinstehende kahle Baumst\u00fcmpfe, die mit einer\nlangen Tradition verbunden waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Alle sechs Jahre wird das Heiligtum neu aufgebaut, wof\u00fcr\nvier gro\u00dfe B\u00e4ume in den W\u00e4ldern gef\u00e4llt und danach verarbeitet werden. W\u00e4hrend\ndes Verarbeitungsprozesses wird dabei auf technische Hilfe verzichtet. Alles,\nvom F\u00e4llen, ins Tal ziehen und vor Ort dann die Holzverarbeitung wird manuell\nvollzogen. Das dazugeh\u00f6rige Onbashiar-sai Festival feiert den Einzug der\nBaumst\u00e4mme in den Ort, worauf die jungen M\u00e4nner ins Tal fahren. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Wieder zur\u00fcck auf der Stra\u00dfe passierten wir eine Kirschbaumall\u00e9e\nbergaufw\u00e4rts. Alfred hatte diesen Trip f\u00fcr uns bis ins kleinste Detail geplant\nund auch eine kleine \u00dcberraschung f\u00fcr uns parat. \u00dcber Treppen gelangten wir auf\neinen mit Moos bewachsenen Weg zwischen alten Zedern. Nana und ich schritten\nlangsam den Weg auf und ab, zwischen den B\u00e4umen. Kleine Buddhastatuen standen\nam Wegesrand und verst\u00e4rkten die spirituelle Atmosph\u00e4re. Wir kamen zu einem\nTempel auf dessen R\u00fcckseite ein sch\u00f6ner Garten mit der roten\nHerbstlaubverf\u00e4rbung nat\u00fcrlich f\u00fcr die n\u00e4chsten Fotos einlud. <\/p>\n\n\n\n<p>Moosschrein mit Zengarten und sch\u00f6nem Garten<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Laut Tourplanung des Tourismusmitarbeiters war unser\nn\u00e4chster Punkt eine gro\u00dfe Steinskulptur, die in Japan sehr bekannt war. Wir\n\u00fcberquerten das Tempelgel\u00e4nde des Ukishima-sha Schreins und folgten einem Weg\nentlang des Togawa Flusses. Auf einer Lichtung lag er \u2013 ein gro\u00dfer, runder,\nbreiter Fels mit einem kleinen Kopf auf der Mitte. Im wuchtigen Stein konnte\nman die Umrisse einer meditierenden Haltung erkennen. Das Gesicht war\nallerdings sehr markant aus dem Fels gehauen. Die Skulptur stammt aus dem 17.\nJahrhundert und war die Statue des Amitabha Buddha. F\u00fcr mich war die Steinfigur\neher abstrakte Kunst, als ein einzigartiges Kunstwerk. Aber Geschm\u00e4cker sind\nunterschiedlich.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Nach langer Betrachtung und Infos von mir hatten wir unser\nSightseeing Programm beendet und zogen wieder den Berg runter in Richtung\nBahnhof. Schlie\u00dflich hatten wir einen weiteren Programmpunkt auf unserer Liste.\n\n\nDoch zun\u00e4chst wollten wir unser Versprechen einl\u00f6sen\nund kamen bei der Touristeninformation am Bahnhof wieder vorbei. Es begr\u00fc\u00dfte\nuns der nette Herr von gestern und fragte ob wir bereits seine Tour gemacht\nhaben. Als wir ihm Stolz unsere Fotos zeigten, \u00fcbergab er uns drei Tonglocken\nin der Form des Steinbuddhas. \n\n\n\n<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend unseres Gespr\u00e4ch kam heraus, dass er selbst zu dem Festival-Kommit\u00e9e geh\u00f6rte. W\u00e4hrend die Baumst\u00e4mme abgeholzt und ins Tal geschafft werden, wurde die Arbeit rythmisch in Ges\u00e4ngen vorgegangen. Kaum sah er in unsere erstaunten Gesichter, stellte er uns neben einem langen Tisch auf, der Teil eines vergangen Baumstammes war, auf. Und so stimmte er in einer pl\u00f6tzlich hohen und lauten Stimme uns zum mitsingen ein. Ein ulkiger Moment, wie wir mitten im Raum der Touristeninformation standen und gr\u00f6lten. Dennoch, ein kleiner Vorgeschmack f\u00fcr das 2022 bevorstehende Festival.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute morgen ging es f\u00fcr mich fr\u00fch raus. 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