{"id":5996,"date":"2019-11-14T12:15:00","date_gmt":"2019-11-14T11:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=5996"},"modified":"2019-11-14T12:14:15","modified_gmt":"2019-11-14T11:14:15","slug":"torii-ueber-torii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/torii-ueber-torii\/","title":{"rendered":"Torii \u00fcber Torii"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem Tag in Nara mussten wir in der Fr\u00fch unsere Sachen packen. Ortswechsel stand an der Tagesordnung. Diesmal fuhren wir in die Berge, wobei wir einen Zwischenhalt bei Kyoto machten. Ein weiteres weltbekanntes Highlight konnte man dort betrachten. Wir fuhren also mit der Localtrain nach Inari. Keine 5 Minuten vom Bahnhof entfernt konnte man den Fushimi-Inari-Schrein besuchen. Der 711 gegr\u00fcndete Fushimi-Inari-Schrein geh\u00f6rt zu den bedeutendsten Schreinen Japans, da er Ukanomitama-mikoto, der G\u00f6ttin des Reisanbaus geweiht wurde. An vielen Stellen konnte man daher Fuchs-Skulpturen betrachten. Die Tiere galten neben den Hirschen ebenfalls als G\u00f6tterboten. Dar\u00fcber hinaus war der Schrein auch wegen seiner 4 Kilometer langen roten Torii-All\u00e9e bekannt, die sich \u00fcber den Berg zogen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die rote All\u00e9e<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem wir unser Gep\u00e4ck bei einer Gep\u00e4ckstelle abgegeben hatten, ging es auch schon los. Bereits von Weitem konnte man den Schrein in seinem leuchtenden Rot erkennen. Wir passierten z\u00fcgig das Geb\u00e4ude und st\u00fcrtzten uns in das Labyrinth der Toriis. Okay, ganz so dramatisch war es doch nicht. Ein jedes Torii wurde durch eine Spende produziert. Wenn man den Weg bergauf ging, konnte man nur die \u201eVorderseite\u201c der h\u00f6lzernen Tore sehen, die schlichtweg rot lackiert war. Auf der \u201eR\u00fcckseite\u201c waren dann die Spendernamen verzeichnet, die auch von Firmen kamen. Meist waren diese in Kanji-Zeichen geschrieben, manche aber auch in westlicher Sprache. Hier und da fielen mir eher russische Firmennamen auf. Auch ein Spa\u00df-Torii konnte ich erkennen, auf dem die Aufforderung des Anrufs einer Nummer stand. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Anfangs gingen wir in Mitten der Toursitenstr\u00f6me, die sich allerdings nach und nach verkleinerte. Der Weg war kaum steil und verlief meist flach mit wenigen Stufen. Durch die gebrochene Sonneneinstrahlung entstand ein r\u00f6tliches Licht in den G\u00e4ngen, das eine angenehme Atmosph\u00e4re schuf. Die Torii standen sehr nahe beieinander, sodass das Licht nur in einem bestimmten Winkel einfiel oder Schatten der Torii warf. Ab und an stie\u00dfen wir auf einen kleinen Platz ohne Toriis, auf dem Tee, Geb\u00e4ck oder Souvenirs verkauft wurden. Hier konnte man sich etwas \u00fcber die Umgebung orientieren, da der Weg eigentlich durch den Wald am Berg verlief. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Nana war ultra begeistert und konnte ihren Blick kaum von den Toren lassen. Wir hielten immer wieder an, um etwas von der besonderen Stimmung f\u00fchlen zu k\u00f6nnen. Nach einer gef\u00fchlten ganzen Weile erreichten wir ein weiteres Schreingel\u00e4nde, das allerdings sehr klassisch aus einfachem Holz bestand. Daneben lag ein kleiner See an dem rechts ein Weg durch Familiengr\u00e4bern, bzw. kleinen Schreinen f\u00fchrte. Wir durchquerten zun\u00e4chst das Gel\u00e4nde und betrachteten den ein oder anderen kleinen Schrein. Meist stand kein Familienname darauf, sondern er war sehr einfach mit Steinen zusammengef\u00fcgt. Dahinter standen l\u00e4ngliche Holztafeln, auf denen dann Namen verzeichnet waren. Manche Schreine, hatten sogar auch viele kleine Torii, was zu einer Schrein und Torii Miniatur f\u00fchrte. Am See fanden wir einen kleinen Platz zum Ausruhen und Essen. Sp\u00e4ter folgten wir dem Weg ein St\u00fcckchen in den Wald. Meine Hoffnung war, dass der Weg um den See ging, allerdings wurde er immer wilder und schlie\u00dflich brachen wir ab. Dabei kamen wir immer wieder an Warnschildern vorbei, die ausdr\u00fccklich von den Affen zur Vorsicht riefen. Man sollte sie weder f\u00fcttern noch fotographieren. Ich hoffe zwar im Stillen den einen oder anderen Affen zu sehen, da war diese Tiere noch auf meiner Muss-ich-gesehen-haben-Liste waren. Leider bekamen wir an dem Tag kein Tier vor die Augen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck auf dem Hauptweg ging es weiter nach oben durch viele Toriis mit einigen Unterbrechungen. W\u00e4hrend die Begeisterung von Nana f\u00fcr die Torii kein St\u00fcck abschw\u00e4chte, waren es f\u00fcr mich bereits einfach nur rote Tore. Und davon ganz sch\u00f6n viele. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Wir erreichten schlie\u00dflich gegen Mittag den Berggipfel mit, wer h\u00e4tte es gedacht, weiteren Schreinen. Wir genossen den Ausblick und die hei\u00dfe Mittagssonne f\u00fcr einen Moment. Dann ging es auch wieder runter, durch den n\u00e4chsten Torii Tunnel. Diesmal konnten wir die \u201eR\u00fcckseite\u201c der roten Tore sehen und damit auch die Spendernamen erkennen. Auf dem R\u00fcckweg fragten wir uns, wie viel so ein Torii wohl kosten w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich kamen wir an einer Preisliste vorbei, die sehr unterschiedliche Preiskategorien hatte. Jedoch konnten wir nicht genau erschlie\u00dfen worin die Unterschiede lagen. Eins stand allerdings fest: Billig waren diese Tore definitiv nicht. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf, in die Berge!<\/h2>\n\n\n\n<p>Am f\u00fchren Nachmittag erreichten wir schlie\u00dflich wieder den Bahnhof und nahmen unsere Rucks\u00e4cke entgegen. Nach einem Umstieg in Kyoto fuhren wir mit dem Zug f\u00fcr die n\u00e4chsten Stunden durch die Bergwelt. Damit wir alle zusammen sitzen konnten, fiel Alfred ein kleiner Trick ein. Wir wussten, dass man die Zweiersitze in Shinkansen und anderen Z\u00fcgen einfach via Fu\u00dfpedal umdrehen konnte. Damit entstand ein Vierer-Abteil. Auch in diesem Zug klappte die Sitzeumstellung und so konnten wir gemeinsam durch die Gegend fahren. Und wie es in Japan \u00fcplich war, a\u00dfen wir zun\u00e4chst zu Abend via Bentobox mit einem Schluck Sapporo-Bier. <\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 7 kamen wir in Matsumoto an. Nach einem l\u00e4ngeren\nFu\u00dfweg erreichten wir endlich unser neues Hostel, checkten ein und gingen auch\nzeitig schlafen. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem Tag in Nara mussten wir in der Fr\u00fch unsere Sachen packen. Ortswechsel stand &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/torii-ueber-torii\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Torii \u00fcber Torii<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":6144,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-5996","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5996"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5996\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6163,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5996\/revisions\/6163"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}