{"id":5792,"date":"2019-11-13T15:32:50","date_gmt":"2019-11-13T14:32:50","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=5792"},"modified":"2019-11-13T15:32:52","modified_gmt":"2019-11-13T14:32:52","slug":"streicheleinheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/streicheleinheiten\/","title":{"rendered":"Streicheleinheiten"},"content":{"rendered":"<p>Heute ging es f\u00fcr uns nach Nara, s\u00fcdlich von Kyoto. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-05-kyoto-nara-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5513\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-05-kyoto-nara.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-05-kyoto-nara-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-05-kyoto-nara-768x550.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>\u00dcbersicht unserer Fahrt nach Nara.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im 8. Jahrhundert war Nara Japans erste permanente Hauptstadt Japans und wurde damit zu einem wichtigen Kultur- und Wissenschaftszentrum. Zuvor wurde nach dem Tod des alten Kaisers immer der Kaiserpalast gewechselt, da der alte als unrein galt. Erst mit der Einf\u00fchrung des Buddhismus wurde diese Tradition vergessen, was Nara zum Mittelpunkt Japans machte. Dar\u00fcber hinaus wurde auch Verwaltung, Zentralisierung und Schrift vereinheitlicht. Auch chinesische Kulturelemente kamen nach Japan. Diese pr\u00e4gende Epoche wurde auch als Nara-Zeit festgelegt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191105_113919-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5734\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191105_113919.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191105_113919-300x225.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191105_113919-768x576.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191105_113919-730x547.jpg 730w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191105_113919-640x480.jpg 640w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191105_113919-820x615.jpg 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Viel Spa\u00df und Schmarn auf der Fahrt nach Nara.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nachdem wir im Hostel unser Gep\u00e4ck abgegeben haben, ging es f\u00fcr uns in Richtung des Nara-Parks. Auf der 525 ha gro\u00dfen Fl\u00e4che sind alle wichtigen Sehensw\u00fcrdigkeiten der Stadt zu finden, die einerseits alte Tempelanlagen waren, andererseits man dort auf Rehe und Hirsche stie\u00df. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Im Hirsch-Park<\/h2>\n\n\n\n<p>Im s\u00fcd\u00f6stlichen Teil des Garten lag der Hirschpark, in dem man die zutraulichen Tiere f\u00fcttern und manchmal auch streicheln konnte. Bereits am Eingang des Parks konnte man bei Stra\u00dfenverk\u00e4ufern etwas Tierfutter kaufen. Manche Tiere blieben gleich am Stand stehen, um vom gerade gekauften Brot etwas naschen zu k\u00f6nnen. Andere wurden schnell ungeduldig und knabberten und rumpelten einen an. Dennoch blieb alles in einem sehr freundlichen Rahmen. Einige Tiere hatten Hunger und kamen direkt auf einen zu. Die, die bereits satt waren lagen meist bei Schlammmulden und d\u00f6sten vor sich hin. Mir fiel auch auf, dass die Tiere nicht \u00fcberaus dick waren, obwohl doch 10. Millionen Touristen im Jahr nach Nara kamen und die sicher auch die Tiere f\u00fcttern wollten. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Es dauerte nicht lange, da kamen auch schon die ersten Rehe angelaufen und schnupperten an unseren H\u00e4nden. Alfred verwahrte derweil unsere Taschen und den Brotvorrat f\u00fcr die Tiere. Und tats\u00e4chlich lie\u00dfen sich ein paar Rehe von uns streicheln, was allerdings nur gegen Essen gew\u00e4hrt wurde. Eine weitere Eigenheit fiel mir auf: wenn man nicht sofort Futter gab, nickten die Wildtiere mit dem Kopf. Wir vermuteten, dass so die japanische Verbeugung nachgeahnt wurde. Vermutlich bekamen die Rehe erst dann etwas, wenn sie ihren Kopf bewegten. Wenn man dann immer noch kein Essen gab, wurden sie etwas ungeduldig. \u00dcbrigens: wenn man ihnen nur seine flachen H\u00e4nde entgegen streckte, wussten sie, dass man nichts hatte und zogen vorbei. F\u00fcr Nana und mich war es ein wahres Wunderland. \u00dcberall waren gro\u00dfe und kleine Rehe, manchmal auch Hirsche. Ihr Fell war sehr weich und die Schnauzen ganz feucht. Ab und an schnaubten sie etwas oder dr\u00e4ngelten sich vor. Einmal sahen wir sogar ein Junges, das noch seine wei\u00dfen Bambi-Punkte hatte. Es lag neben seiner Mutter auf der Wiese, umringt von Touristen. Die wollten nicht einfach nur ein Foto schie\u00dfen, sondern setzten sich direkt neben dem Jungen auf dem Boden, streichelten es sogar. F\u00fcr mich war das ein bisschen zu viel Touch-F\u00fchlung f\u00fcr ein kleines Bambi.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Dennoch wurde auch unter dem Wild an Action geboten. Im Hintergrund konnten wir sogar einem kleinen Kampf zwischen zwei Halbstarken Hirschen zuschauen. Erstes Kr\u00e4ftemessen vor der Brunftzeit? \u00dcbrigens hatten fast alle Hirsche kein Geweih mehr, was sie dennoch nicht davon abhielt ihre K\u00f6pfe gegenseitig anzuschlagen \ud83d\ude00 <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die gro\u00dfe Halle<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Zeit verging viel zu schnell bei den Rehen und wir zogen langsam weiter n\u00f6rdlich. Ein weiterer Programmpunkt stand auf dem Plan, den wir auf keinen Fall verpassen sollten. Es handelte sich dabei um den Todaiji Tempel, einer der bedeutendsten Tempelanlagen Japans. Seine Bekanntheit merkten wir auch mit der zunehmenden Tourimasse, bestehend aus Schulklassen, westlichen und japanischen Touristen. Die Attraktion lie\u00df lange auf sich warten, da man von au\u00dferhalb keinen Anhaltspunkt auf das gro\u00dfe Geb\u00e4ude hatte. Durch das wuchtige S\u00fcdtor gelangten wir auf die Tempelanlage. Im Tor konnte man zwei 8 Meter hohe W\u00e4chterstatuen bewundern, die im indischen Stil erbaut wurden. Wir passierten einen kleinen Teich, der ein Kagami-ike, ein Spiegelteich, war und als shintoistisches Element auf der Anlage stand.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>\u00dcber die Kasse gelangten wir in den Innenhof, der sehr schlicht gehalten war: ein Weg mit Steinplatten f\u00fchre direkt zur Haupthalle, rundherum gr\u00fcner Rasen. Das Augenmerk fiel damit auf das riesige Geb\u00e4ude, der Daibutsu. Die Halle des gro\u00dfen Buddhas ist mit 57 Meter L\u00e4nge, 50,5 Meter Breite und 48,7 Meter H\u00f6he der gr\u00f6\u00dfte aus Holz errichtete Raum der Welt. Wie der Name bereits verr\u00e4t, beinhaltet dieses Geb\u00e4ude nat\u00fcrlich eine Buddha-Statue. Und nicht nur irgendeine, sondern die gr\u00f6\u00dfte Bronze Buddha Staute der Welt! <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Nach einer kleinen Einf\u00fchrung via Reisef\u00fchrer und Infobl\u00e4ttern ging es f\u00fcr uns in Richtung Halle. Obwohl die T\u00fcren zur Halle offen waren, konnte man von au\u00dfen nur schwer etwas erkennen. Zun\u00e4chst mussten einige Stufen erklimmt werden, doch dann sah man ihn auch schon. Der Buddha aus Bronze sa\u00df auf einer Lotusbl\u00fcte direkt vor uns. Ein gewaltiger Anblick. Mit seinen knapp 15 Metern H\u00f6he und Umfang von 20,7 Metern sah die Statue sehr beeindruckend aus und verschlug jedem Betrachter zun\u00e4chst die Sprache. F\u00fcr den Guss von 437 Tonnen Bronze wurden im 8. Jahrhundert nahezu alle Vorr\u00e4te in Japan verwendet. Dazu kamen 130 Kilogramm Gold, die die R\u00fcckwand mit den 16 Buddha-Inkarationen vergoldete. Einfach umwerfend. Wir bewegten uns langsam im Uhrzeigersinn um die Statue, um sie von allen Seiten zu betrachten. &nbsp;Hinter der Statue konnte man zwei weitere Himmelsw\u00e4chter aus Holz betrachten. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>Am Ausgang konnte ich mein Goshuin-cho wieder auspacken und\nf\u00fcr einen Stempel mit Kalligraphie erweitern. Wir schlenderten noch etwas \u00fcber\ndie Anlage der Gro\u00dfen Buddha Halle, bis wir den Ausgang erreichten. Von dort\nspazierten wir etwas bergauf zu einem weiteren Geb\u00e4ude auf dem Todaiji-Tempel\nGel\u00e4nde. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Halle des zweiten Monats<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber einen breiten Holzgang stiegen wir auf die Holzterrasse der Halle des zweiten Monats. Hier wird Anfang M\u00e4rz die Wassersch\u00f6pfzeremonie vorgenommen, die nach altem Kalender auf den zweiten Monat der alten Z\u00e4hlung lag. Daher auch der Name. Auf der breiten Holzterrasse genossen wir die Sp\u00e4tnachmittagssonne und einen weiten Blick \u00fcber Nara. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p>Ein Moment der Stille, da es hierher nicht mehr viele Touristen verschlug. Wir genossen die Aussicht und traten zeitig den R\u00fcckweg an. Der Hunger meldete sich bereits und Nana wollte mit uns ihren ersten Ramen in Japan unbedingt hier in Nara essen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p>Obwohl Nara eine sehr touristische Stadt war, war es\nwirklich schwer am fr\u00fchen Abend ein offenes und authentisches Ramenrestaurant zu\nfinden. Wir gelangten schlie\u00dflich in eine gr\u00f6\u00dfere Lokalit\u00e4t mit offener K\u00fcche. Besch\u00e4ftigt\nwaren drei Kellner und ein Koch, der nur Ramen kochte. \u00dcber eine Lautsprechanlage\nwurde die neuesten Bestellungen lautstark weitergegeben. Wir bestellten alle eine\nPortion Ramen und hauten rein! Vielleicht entsprach der Ramen nicht ganz den\nErwartungen eines ersten Ramen, er schmeckte f\u00fcr mich eher durchschnittlich.\nAuch f\u00fcr Nana war er jetzt nicht der Burner, schade eigentlich. Wenn wir eins\ngelernt haben auf der Reise: probieren geht \u00fcber studieren. Und es sollte auch\nnicht der letzte Ramen f\u00fcr Nana sein. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ging es f\u00fcr uns nach Nara, s\u00fcdlich von Kyoto. Im 8. 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