{"id":5514,"date":"2019-11-09T20:00:05","date_gmt":"2019-11-09T19:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=5514"},"modified":"2019-11-14T06:05:27","modified_gmt":"2019-11-14T05:05:27","slug":"zwischen-weiss-und-schwarz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/zwischen-weiss-und-schwarz\/","title":{"rendered":"Die unbesiegbare Festung"},"content":{"rendered":"<p>Tags darauf standen wir fr\u00fch auf f\u00fcr ein neues wichtiges Ausflugsziel. Diesmal ging nach Himeji und Okayama, zwei St\u00e4dte mit beutenden Burgen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-02-himeji-okayama-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5509\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-02-himeji-okayama.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-02-himeji-okayama-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-11-02-himeji-okayama-768x550.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Unsere getrackte Route.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Himeji<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Tag fing gut an, als wir am Bahnhof in Himeji ankamen. Kaum waren wir aus dem Bahnhof drau\u00dfen, empfingen uns an diesem Samstag Teenager in Schuluniformen und baten uns ihre St\u00e4nde in Bahnhofsn\u00e4he zu besuchen. Da sie auf dem Weg zur Burg lagen, nahmen wir das Angebot gerne an. An den St\u00e4nden wurden kleine Souvenirs wie T\u00e4schchen und selbst gekochtes Mittagsessen angeboten, das allerdings von Erwachsenen verkauft wurde. Ich nehme an, dass es Eltern oder Lehrer waren. Als einzige westliche Touristen fielen wir nat\u00fcrlich auf und wurden lautstark zu jeden Stand gerufen. Hier konnten wir keine Scheu der Jugendlichen feststellen. Nebenan spielte das Schulorchester auf dem \u00f6ffentlichen Platz verschiedene Lieder aus Klassik oder auch aus PC-Spielen. Wir kauften uns ein kleines Reisb\u00e4llchen, dass innen eine s\u00fc\u00dfe Cremf\u00fcllung hatte. Es schmeckte fantastisch weich und war der perfekte F\u00fchst\u00fccksersatz an dem Tag. Nach einer Portion Zucker und Sonnenbaden, gingen wir in Richtung Schloss.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Auf den Stra\u00dfen wurden viele lokale Produkte verkauft, wie Handwerksfertigungen oder selbst gemachte Marmelade. Von Weitem konnte man schon das strahlend wei\u00dfe Schloss erkennen. Die Burganlage war sehr gro\u00df und gut erhalten. Auf dem Vorplatz wurde von Gro\u00dfmeistern st\u00fcndlich japanisches Schach gespielt mit realen Menschen als Spielfiguren.  <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber eine Br\u00fccke spazierten wir auf die Anh\u00f6he. Ich muss sagen, ich hatte tats\u00e4chlich mit mehr Touristen gerechnet, aber die Masse hielt so gut in Grenzen, dass wir sogar ein gemeinsames Foto machen konnten. Wir durchquerten ettliche Tore und gingen zwischen den Mauern entlang bis wir den doch etwas kleinen Haupteingang zur Burg fanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bemerkenswerte an Himeji: Die Burg wurde in ihrer 400 Jahre alten Geschichte noch nie eingenommen, stand also jeglichen Angriffen fest. Schlussfolgernd wurde sie auch noch nie zerst\u00f6rt und stellte damit die bis heute einzig original erhaltene Burg Japans dar. Daher konnte man auch \u00fcber 400 Jahr alte Baust\u00fccke betrachten, wie die \u00f6stliche S\u00e4ule. Auch die S\u00e4ulenbauweise ist einzigartig. Wie die Nishi Obashira S\u00e4ule, die vom Keller bis in den obersten Stock reicht und damit ein Gewicht von 5700 Tonnen st\u00fctzt. Laut Touristenf\u00fchrer stellt die Burg im Erscheinungsbild einen niederknienden Reiher dar. <\/p>\n\n\n\n<p>2015 erstrahlte die Burg nach 6 Jahren Renovierung wieder im vollen Glanz, was man heute bestaunen konnte. Irgendwie hatte ich auch tats\u00e4chlich das Gef\u00fchl etwas vom Glanz alter Zeiten erf\u00fchlen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Innen war die Burg allerdings ganz auf den Massentourismus ausgelegt. Was bedeutete, dass hier auf Dekoration und Ausstellung fast komplett verzichtet wurde, stattdessen die R\u00e4ume nach Warteschlangen abgegrenzt waren. Ab und an fand man eine kleine Informationstafel zu dem einen oder anderen wichtigen Raum oder Ereignis. Via Tourguide-app im Smartphone hatte man die M\u00f6glichkeit bestimmte R\u00e4ume dann auf dem Bildschirm visuell nachgebildet betrachten zu k\u00f6nnen. F\u00fcr mich war dies allerdings keine Option und zu teuer. Dennoch: die Holzbalken, \u00fcber denen man lief, waren bis zu 400 Jahre alt und sehr beeindruckend. Wir erreichten z\u00fcgig den Hauptturm und konnten etwas die Aussicht genie\u00dfen. Durch die originalen Fenster war es dennoch schwer ein paar Fotos zu schie\u00dfen, da die senkrechten Holzst\u00e4be immer wieder die Sicht versperrten. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Wieder zur\u00fcck \u00fcberquerten wir das Gel\u00e4nde mit einem kleinen\nSpaziergang und gingen wieder zur\u00fcck zum Bahnhof. Unsere n\u00e4chste Station lag westlich\nvon Himeji, in Okayama. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Okayama<\/h2>\n\n\n\n<p>In Okayama angekommen ging die Suche nach einem Bus in die n\u00e4chste Runde. Zwar lag der Busbahnhof von Okayama direkt gegen\u00fcber des Bahnhofs, doch man konnte kaum Informationen \u00fcber Abfahrten und Richtungen heraus bekommen. Obwohl es f\u00fcr uns so eindeutig war, dass die Burg ein wichtiges Ziel ist und damit mit dem Bus eine optimale Verbindung bestehen musste, mussten wir dennoch etwas auf den n\u00e4chsten Bus warten. Jede verstrichene Minute fehlte uns nach hinten, da fast alle Sehensw\u00fcrdigkeiten in Japan nur bis 16 oder 17 Uhr ge\u00f6ffnet hatten. In <em><strong><a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/burgen-in-matsuyama\/\">Matsuyama<\/a><\/strong><\/em> kamen wir bereits in einen solchen engen Zeitpass.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Garten des sp\u00e4teren Vergn\u00fcgens<\/h2>\n\n\n\n<p>Unsere erste Anlaufstelle war der Koraku-en Garten, der \u00fcber Okayama hinaus sehr bekannt war. Er wurde im 1700 Jahrhundert als Wandelgarten gebaut. Das bedeutet, dass in diesem Garten die verschiedensten Formen japansicher G\u00e4rten eingeflossen sind und die Natur in ihrer Pracht im Mittelpunkt steht. (Bestes Gegenbeispiel w\u00e4re der <strong><em>Zen-<\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/erstes-manga-in-japan\/\"><strong><em>Garten<\/em><\/strong><\/a><strong> <\/strong>im Ryoanji-Tempel, in dem es nur Kies und Steine gab.) Zun\u00e4chst war der Garten nur f\u00fcr den F\u00fcrsten der Okayama Burg zug\u00e4nglich, doch nach der Meji-Restauration konnte auch die \u00d6ffentlichkeit an seiner Sch\u00f6nheit und Vielfalt teilhaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Garten war in der Tat sehr weitl\u00e4ufig und hatte mehrere Eing\u00e4nge. Wegen der kanppen Zeit schauten wir uns einen Gro\u00dfteil des Gartens an und gingen sp\u00e4ter beim Ausgang zur Burg raus. Wir passierten ein Gehege mit Manschuren-Kranichen. Da wir diese bereits in freier Wildbahn sehen konnten, legten wir unser Augenmerk auf den Hauptteil des Gartens. Im Mittepunkt stand ein kleiner, spitzer H\u00fcgel der einen kleinen \u00dcberblick bot. Von oben konnten wir auch die besonderen Stellen des Gartens erkennen. Neben den japanischen Stilelementen, wie einem Teehaus oder sogar einer kleinen Noh-B\u00fchne, konnte man auch Nutzpflanzen, wie Reis oder Tee erkennen. Auch ein Bambuswald war am Rande zu erkennen. Wir gingen am Teehaus entlang \u00fcber eine Winkelbr\u00fccke und erreichten den Palmengarten. F\u00fcr uns immer noch ein besonderes Element. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Burg Okayama<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir durchquerten den Ausgang und kamen an der Burg Okayama \u00fcber eine Br\u00fccke an. Die Burg wurde nach der Zerst\u00f6rung im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut und zeigte innen ein Museum \u00fcber die \u00f6rtliche Geschichte. Wegen ihres schwarzen Anstrichs wurde Okayama-jo auch Kr\u00e4henburg genannt. Ein sch\u00f6ner abendlicher Ausblick \u00fcber die Stadt rundete den Tag vollends ab. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Gegen Abend erreichten wir wieder unser Hotel f\u00fcr eine letzte Nacht in Osaka.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tags darauf standen wir fr\u00fch auf f\u00fcr ein neues wichtiges Ausflugsziel. 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