{"id":4944,"date":"2019-11-01T14:52:49","date_gmt":"2019-11-01T13:52:49","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=4944"},"modified":"2019-11-01T14:52:52","modified_gmt":"2019-11-01T13:52:52","slug":"wanderung-auf-den-hoechsten-berg-in-westshikoku","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wanderung-auf-den-hoechsten-berg-in-westshikoku\/","title":{"rendered":"Wanderung auf den h\u00f6chsten Berg in Westshikoku"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-27-shikoku03-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4935\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-27-shikoku03.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-27-shikoku03-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-27-shikoku03-768x550.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Tag 3 unserer Shikoku-Reise<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Westlichster Reisepunkt auf Shikoku<\/h2>\n\n\n\n<p>In der Nacht zuvor fuhren wir an die westliche Stadt Ozu. Und dort, wer glaubt es wohl, besuchten wir auch eine Burg, die in unserem B\u00fcchlein stand. Der Gro\u00dfteil der Ozuburg wurde erst vor wenigen Jahren wiederaufgebaut. Hierf\u00fcr wurde auch die alte Bauweise angewendet, was nicht zuletzt anhand der aufeinander liegenden und verkanteten Balken zu erkennen war. Die R\u00e4ume rochen noch nach frischem Holz und Harz und gaben dem Museum ohne Fundst\u00fccke dennoch eine angenehme Atmosph\u00e4re. Bis auf einem Modellbau und einigen Informationsschildern waren die R\u00e4ume leer. Im obersten Stockwerk kamen wir mit einem Japaner mittleren Alters ins Gespr\u00e4ch. Er erz\u00e4hlte von seiner Deutschlandreise nach Frankfurt und Heidelberg und wie sehr er die Zeit dort genoss. <\/p>\n\n\n\n<p>Wieder unten angekommen trafen wir uns beim Schuhe anziehen wieder. Jede Burg durfte nur mit Socken betreten werden, was bedeutete dass wir sehr oft am Tag f\u00fcr Sehensw\u00fcrdigekiten die Schuhe aus und wieder an ziehen mussten.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Kasse fragten wir nach dem speziellen Stempel nach,\nals uns der Herr pl\u00f6tzlich etwas zurief. \u201eStopp, please!\u201c Er kam auf uns zu und\ndr\u00fcckte uns einen kleinen Umschlag in die Hand. Darin war ein Siegelstempel\nspeziell von der Burg, \u00e4hnlich wie die Stempel meines Goshuin-cho. \u201eA presento.\nThank you for visiting Japan.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Es sind die kleinen Gesten, die das Hinterland von Japan so reizvoll machen. Die Menschen sind nicht nur ultra freundlich, sondern auch sehr dankbar, dass man sich die M\u00fche macht auch kleinere St\u00e4dte anzuschauen. Wir k\u00f6nnen diese Art der Reise nur w\u00e4rmstens empfehlen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Nachdem wir uns beim freundlichen Herrn bedankten, mussten wir auch schon schnell zu unserem Auto zur\u00fcck. Vor uns lag eine lange Fahrt zum Berg Ishizuchi, dem h\u00f6chsten Berg in Westshikoku. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wanderung zum Berg Ishizuchi<\/h2>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich wollte ich den Sonnenuntergang mit Meeresblick auf dem Berg erleben und daher etwas sp\u00e4t losgehen. Laut Touriinfo dauerte die Wanderung vom h\u00f6chsten Parkplatz zweieinhalb Stunden. Zu \u00fcberwinden: 500 H\u00f6henmeter. F\u00fcr mich ganz klar eine einfache Wanderung, die wir locker meistern konnten. Wir erreichten den Parkplatz eineinhalb Stunden fr\u00fcher als geplant, staunten aber nicht schlecht \u00fcber den Massenandrang der Japaner. Nach dem Parken und fertig machen ging es auch schon zun\u00e4chst mit Pullis los. Die Temperatur war hier oben doch um einiges k\u00e4lter, als im Tal und es war auch dunkler. Immer wieder zog es die Wolken durch den Wind nach oben in die Berge. <\/p>\n\n\n\n<p>Bereits am Anfang wurde ich von der L\u00e4nge des Weges \u00fcberrascht: Auf dem Wanderschild standen 4 Kilometer Weg bis zum Gipfel. Und so zog sich der Weg. Es ging rauf und dann das gelaufene wieder runter. Es ging druch matschige Wege und \u00fcber feuchte, rutschige Holzbr\u00fccken, bei denen man schon beim Anstieg auf seinen Schritt achten musste. Auch die Natur um uns herum sah etwas gespenstig durch die gedr\u00fcckte Stimmung und dem Nebel aus. Uns kamen in fast min\u00fctigen Abst\u00e4nden ausschlie\u00dflich Japaner entgegen. Meist Senioren alleine oder in Wandergruppen. Auch Familien nutzten den Sonntag f\u00fcr eine Wanderung und die Kinder staunten nicht schlecht \u00fcber uns Westler und gr\u00fc\u00dften uns mit \u201eHello\u201c. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Die letzten 30 Minuten zog der Weg dann richtig an. \u00dcber steile Treppen und Stahlbr\u00fccken ging es dann direkt nach oben auf einen Gipfel. Wir erreichten ein breites Platteau\u00a0 mit einer H\u00fctte und einem Schrein sogar darauf. Ich muss sagen, dass ich es etwas geahnt hatte. Shikoku -Pilgerinsel- plus h\u00f6chster Berg im Westen der Insel: da kann ja nur ein Schrein zu erwarten sein. Und dann war der auch noch von einem M\u00f6nch besetzt, der mit Freunde mein Goshuin-cho um einen wundersch\u00f6nen Stempel erweiterte. Was f\u00fcr eine Bereicherung. <\/p>\n\n\n\n<p>Als wir uns auf dem Platz umschauten erkannten wir allerdings keinen Hinweis auf den Gipfel. War das schon alles? \u201eWir m\u00fcssen noch weiter\u201c, meinte Alfred pl\u00f6tzlich und zeigte auf einen schmalen Grat weg von uns. Puh, das war im wahrsten Sinne des Worten eine schmale Gratwanderung, die viel kraxeln und klettern versprach. Zun\u00e4chst wollte ich dort nicht r\u00fcber, da der Weg wirklich sehr schmal war und ich eigentlich kein gro\u00dfes Risiko auf der Reise eingehen wollte. Doch dann sah ich auch die Rentnergruppen auf dem, nennen wir es, Weg sich bewegen. Und dann der Gipfel, der immer wieder zwischen den Nebelschwaden hervorblickte. Na gut \u2013 schaffen k\u00f6nnen wir den schon. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191027_153548-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4981\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191027_153548.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191027_153548-225x300.jpg 225w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG_20191027_153548-640x853.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Erleuchtung?<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die letzten Meter bis zum Gipfel<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber eine gro\u00dfe Eisenkette seilten wir uns auf den schmalen Grat, ein zusammengeworfener Haufen von Steinen ab. Ich ging voran und konnte gut einen Weg zwischen den Felsen finden. Dennoch war es eine ziehmliche Kraxelei mit Klettereinheiten, Bergsteigen war das eher nicht. Es war sehr windig auf dem Grat und man musste einen sicheren Tritt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir meisterten den Weg sehr gut und erreichten den Gipfel, der h\u00f6chste Fels auf dem Grat z\u00fcgig. Vor uns waren noch drei Rentner die ein Gipfelfoto machten und danach abstiegen. F\u00fcr mehr Personen gab es auch keinen Platz. Als einer der Renter an mir vorbei kletterte, sah ich ihn leicht zittern. Auch die beste Kleidung f\u00fcr die Wanderung hatte er nicht an: Jeans und Hemd mit einer schr\u00e4g umgeworfenen Laptoptasche. Er bewegte sich sehr langsam und sehr vorsichtig. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir kletterten auf den Gipfel, machten unser Foto, genossen f\u00fcr ein paar Minuten den Ausblick und stiegen dann auch schon ab. Es war zu kalt, zu windig und es wurde zunehmend dunkler. Auf dem R\u00fcckweg passierten wir den \u00e4lteren Herrn. Wir fragten, ob wir ihm helfen k\u00f6nnten, aber er lehnte ab. Au\u00dferdem meinte er, dass wir uns beeilen sollten, da etwas schon um 18 Uhr schloss. Wir konnten nicht ganz verstehen ob er die zu einem anderen Tal gewandte Seilbahn, oder die Panoramastra\u00dfe \u00fcber die wir hoch gefahren sind meinte. Wer schlie\u00dft denn schon Stra\u00dfen, dachte ich und vermutete dass er die Seilbahn meinte. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dringender Abstieg<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Abstieg war sehr anstrengend. Zum einen schmerzten bereits die Muskeln w\u00e4hrend des Treppen herunter steigens, zum anderen war es richtig rutschig und glatt. Die Holzbretter erschwerten und verlangsamten unser Tempo. Mit der Zeit wurde es nicht nur immer nebliger, sondern auch immer dunkler. Alfred setzt schon sehr bald seine Stirnlampe auf, um den Weg noch erkennen zu k\u00f6nnen. Den letzten Kilometer joggten wir schlie\u00dflich zum Auto, da wir uns auch nicht sicher waren, ob der \u00e4ltere Herr doch die Stra\u00dfe gemeint hatte. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir erreichten das Auto in stockfinsterer Nacht keuchend. Es war f\u00fcnf Minuten vor Sechs. Alfred startete das Auto und wir verlie\u00dfen den Parkplatz z\u00fcgig, in der Vermutung, dass die Panoramastra\u00dfe oben zugesperrt werden w\u00fcrde. Auf halber Strecke kam uns ein Fahrzeug entgegen, was unsere Vermutung verst\u00e4rkte. In Wirklichkeit war dies ein Kontrollfahzeug, dass der Talstation noch die fahrenden Autos weitergab. Als wir unten ankamen, war der Weg nach oben bereits gesperrt und nur noch eine Seite der Stra\u00dfe offen. Das war knapp. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Etwas entspannter nahmen wir Fahrt auf Kochi auf, Hauptstadt der gleichnamigen Pr\u00e4fektur im S\u00fcden Shikokus.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Westlichster Reisepunkt auf Shikoku In der Nacht zuvor fuhren wir an die westliche Stadt Ozu. &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wanderung-auf-den-hoechsten-berg-in-westshikoku\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Wanderung auf den h\u00f6chsten Berg in Westshikoku<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":4988,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-4944","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4944"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4944\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5061,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4944\/revisions\/5061"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}