{"id":3940,"date":"2019-10-23T08:00:35","date_gmt":"2019-10-23T06:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=3940"},"modified":"2019-10-22T17:02:05","modified_gmt":"2019-10-22T15:02:05","slug":"fukuoka-tor-zu-kyushu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/fukuoka-tor-zu-kyushu\/","title":{"rendered":"Fukuoka &#8211; Tor zu Kyushu"},"content":{"rendered":"<p>Wir kamen am Freitag mit dem Shinkansen bei Fukuoka Nachts im Regen an. Nach einer langen Fahrt und langer Suche fanden wir schlie\u00dflich das Hostel und fielen m\u00fcde ins Bett. Da in der n\u00e4chsten Stadt am Samstag Ruby-Spiele stattfanden, mussten wir wegen zu spontaner Buchung am n\u00e4chsten Tag das Hostel wechseln. Zum Gl\u00fcck, denn das Hostel war nicht wirklich angenehm und f\u00fcr eine Nacht gerade gut genug!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-18-kyoto-fukuoka-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3962\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-18-kyoto-fukuoka.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-18-kyoto-fukuoka-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-18-kyoto-fukuoka-768x550.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Unsere Route mit dem Shinkansen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag gingen wir direkt zum n\u00e4chsten Hostel, das au\u00dferhalb der Stadt lag. Die Betreiberin war so nett, dass wir direkt einchecken konnten und unser Gep\u00e4ck gleich dort blieb. Jetzt wurde es aber Zeit f\u00fcr eine Stadtbesichtigung. F\u00fcr uns standen nat\u00fcrlich wieder Tempel auf dem Plan. Ich wei\u00df, schon wieder Tempel, aber sie sind die \u00e4ltesten Zeugnisse aus der Stadt- und Religionsgeschichte. Fukuoka an sich war voller Wolkenkratzer, in denen Hotel oder riesige Einkaufszentren waren. F\u00fcr mich wenig reizvoll, daher verschlug es uns gleich in das Viertel \u00e4lterer H\u00e4user und Tempel. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens: Die Stadt Fukuoka ist lediglich ein Zusammenschluss mehrer, umliegender St\u00e4dte, nach deren St\u00e4dtenamen sich viele Bezirke und \u00c4mter richten. \u00c4hnlich wie Tokyo. Der Hauptbahnhof hie\u00df daher nicht Fukuoka, sondern Hakata, Stadtname einer dieser St\u00e4dte. In der zweiten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts wurde die Region durch die Mongolen bedroht und musste zwei Angriffswellen verteidigen. Bei der zweiten sahen sich Japaner einem 100.000 Mann verst\u00e4rkten Mongolen Heere entgegen. Der Angriff kam am 3 Meter hohen Verteidigungswall zum Stillstand und wurde durch einen pl\u00f6tzlichen, verheerenden Taifun vernichtet. Daher stammt das bekannte Wort &#8222;Kamikaze&#8220; = G\u00f6tterwind ab. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Altes Hakata<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir steuerten \u00fcber Hakata den Kushida Tempel an, gegr\u00fcndet im 8. Jahrhundert. In seiner unmittelbaren Umgebung konnte man einen Hauch vom alten Hakata durch alte Holzh\u00e4user und vereinzelter kleiner L\u00e4den erahnen. Im Vorhof stand ein \u00fcber 1000 Jahre alter Ginko-Baum, zumindest laut \u00dcberlieferung. Hier konnte man bereits die Vorbereitungen f\u00fcr das Festival am Abend erkennen &#8211; aber dazu sp\u00e4ter mehr \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber das imposante Eingangstor ging es in den Vorhof. Nach einer S\u00e4uberung nach budhistischer Art, gelangten wir in den Tempelhof. N\u00e4her an den Schrein konnte ich allerdings nicht heran treten, da eine Hochzeitsgesellschaft gerade in einer Zeremonie war. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schrein des Kriegsgottes<\/h2>\n\n\n\n<p>Unsere n\u00e4chste Station lag etwas n\u00f6rdlich des Stadtzentrums. Wir kamen zum Hakozaki-Schrein, geweiht dem Kriegsgott Haniman. Es gilt als einer der bekanntesten Hachiman-Schreine Japans und war f\u00fcr seine im 16. Jahrhundert erbaute Haupthalle sehr beliebt. Dies galt nicht nur f\u00fcr Touristen, sondern auch f\u00fcr Heiratende. Sehr beliebt. Allein auf dem Weg zum Schrein passierten wir eine Heiratsgesellschaft, dann eine im Nebengeb\u00e4ude und eine wurde im Schrein geweiht! Dar\u00fcber hinaus lagen \u00fcberall Flyer herum, auf denen ein Heitratspaket von umgerechner ca. 2000 Euro angeboten wurde. Wir vermuteten, dass Leih-Kimonos usw inklusive waren, da wir ein paar Kanjis \u00fcbersetzen konnten. \u00dcbrigens wurde am Wochenende st\u00fcndlich eine Trauung angeboten!<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ohori-Park<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir fuhren wieder ins Stadtzentrum und kamen am Ohori-Park vorbei. Eine gute Gelegenheit zum Ausschnaufen. Am See genehmigten wir uns einen Kaffee und w\u00e4rmten uns in der Sonne. Im See fuhren einige mit dem Schwanentretboot, was immer wieder bei Seen angeboten wurde und sehr beliebt war. Man h\u00f6rte von der gegen\u00fcberliegenden Insel jemanden mit dem Saxophon spielen. Eine sch\u00f6ne Atmosph\u00e4re. Pl\u00f6tzlich bemerkte Alfred Wasserschildkr\u00f6ten im See. Unsere ersten in Japan \ud83d\ude00<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Nach ein wenig Ruhe ging es f\u00fcr uns weiter zur Anh\u00f6he und zu den Resten der Mizuru-Burg. Die B\u00e4ume waren bereits im Herbstlaub und einige Bewohner nutzten den sch\u00f6nen Tag f\u00fcr einen Spaziergang vor Ort. Ein alter Herr k\u00e4mmte seinen Hund auf der Parkbank, eine Katze entspannte sich im Garten. In einem Baseball Feld unterhalb des Burgberges spielten gerade zwei Teams ein Spiel. Ein sch\u00f6nes Fleckchen Erde! Am h\u00f6chsten Punkt hatten wir einen wunderbaren Blick \u00fcber die Stadt. Wir kamen gerade richtig, da die n\u00e4chsten Gewitterwolken sich ank\u00fcdigten. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Laternenfestival<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen Abend gingen wir zur\u00fcck nach Hakata. Dort fing ab 17 Uhr das Laternenfestival an. Endlich! Unser erstes Festival, dem ich den ganzen Tag lang entgegen fieberte! Wir starteten am Tocho-ji Tempel und bekamen \u00fcber eine Karte einen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen Bereiche. An unseren ersten Punkt wurde sogar eine Musikeinlage mit traditionellen japanischen Instrumenten begonnen. Wir hatten Gl\u00fcck so fr\u00fchzeit an der Tempelanlage angekommen zu sein, da sich der Hof schnell mit Besuchern f\u00fcllte. Au\u00dferdem wurde dort auch Verpflegung angeboten und wir a\u00dfen eine S\u00fc\u00dfkartoffel. Die auf Hokkaido schmeckte nicht nur besser, sondern war auch gut durch gegart. Ab da trafen wir an jeder Ecke auf etwas zu Trinken oder lokale Spezialit\u00e4ten zu essen. Der absolute Hammer! \u00dcbrigens: das Festival wurde von den westlichen Touristen wenig besucht, da zeitlich parallel wichtige Rugby-Spiele liefen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>Da das Festival nur 3 Stunden lang ging, wechselten wir fr\u00fchzeitig den Ort. Papierlaternen in den Stra\u00dfen wiesen den Weg zu der n\u00e4chsten Station, hier einer Tempelanlage. Auf dem Weg bekamen wir Shochu in die H\u00e4nde gedr\u00fcckt &#8211; ein alkoholisches Getr\u00e4nk, gewonnen haupts\u00e4chlich aus der S\u00fc\u00dfkartoffel und ziehmlich neutral im Geschmack. Weitere Stationen umfassten nicht nur Tempel, sondern auch andere Geb\u00e4ude und freie Fl\u00e4chen. Auf einer wurden die olympischen Ring nachgestellt mit dem Schriftzug &#8222;Ganbare Nippon&#8220; &#8211; Auf geht\u00b4s Japan. Woanders konnte man das st\u00e4dtische Museum von Hakata besichtigen, das f\u00fcr seine Sammlung kleiner Porzelanpuppen bekannt ist. Ich muss gestehen, dass umso genauer man diese s\u00fc\u00dfen Szenen betrachtete, man wirklich s\u00fcchtig davon wurde noch mehr Fotos zu machen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p>Den H\u00f6hepunkt konnte man am Kushi-Schrein erkennen, den wir bereits am Mittag besucht haben. Neben dem Heiligtum wurde nun auch ein Festwangen beleutet. Beeindruckend, wie hoch und facettenreich er war. Wir passierten einen ganzen Platz voller Laternen und eranhten, dass es sich um ein gro\u00dfes Bild handeln musste. \u00dcber eine Treppe gelangten wir in den ersten Stock und erkannten das Gem\u00e4lde. Zwei Friedenstauben in der Luft &#8211; eine hatte sogar einen Zweig im Schnabel. Erinnerte mich irgendwie an das Alte Testament \ud83d\ude00<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p>Zum Ausklingen des ereignisreichen Abends besuchten wir eine Bar. Es brauchte zwar ein paar Minuten, bis wir mit den eingeschworenen Stammg\u00e4sten warm wurden, doch als das Eis gebrochen war, wurde es richtig lustig. Wir waren zuf\u00e4llig in einer Fan Baseball-Bar und h\u00f6rten \u00fcber das wichtige Spiele Hakata gegen Tokyo, was gerade im Stadtion von Fukuoka lief. Wir unterhielten uns \u00fcber Fan-Liebe und den Unteschieden zwischen Fussball und Baseball. Nachdem allerdings die erste Runde Sake ausgegeben wurde, wurde es f\u00fcr uns auch Zeit ins Hostel zur\u00fcck zu gehen. Am n\u00e4chsten Tag ging es wieder fr\u00fch raus. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir kamen am Freitag mit dem Shinkansen bei Fukuoka Nachts im Regen an. 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