{"id":3832,"date":"2019-10-22T14:01:01","date_gmt":"2019-10-22T12:01:01","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=3832"},"modified":"2019-10-22T14:01:05","modified_gmt":"2019-10-22T12:01:05","slug":"erstes-manga-in-japan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/erstes-manga-in-japan\/","title":{"rendered":"Erstes Manga in Japan"},"content":{"rendered":"<p>Heute ging es f\u00fcr uns f\u00fcr einen Tagesausflug raus aus Kyoto. Von der JR Station fuhren viele JR Busse aufs Land, unter anderen in den beliebten Bambuswald. Dort wollte ich an dem Tag hin. Bl\u00f6d nur, dass wir im falschen Bus sa\u00dfen und dies erst zu sp\u00e4t merkten. Nicht schlimm, dachte ich und \u00e4nderte spontan das Programm. Da auch das Umland viele Tempel zu bieten hatte, war dies f\u00fcr mich kein Problem. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Bus fuhren wir bis zur Endstation im Nordwesten von Kyoto. Die Landschaft \u00e4nderte sich, da wir an den Ausl\u00e4ufern des Berges Atago ankamen und es schnell gebirgig wurde. Auch Waldgebiet nahm zu, dazwischen vereinzelt kleine Ortschaften, die der Bus durchquerte. Die Enhaltestelle war ein gro\u00dfer Parkplatz mit zwei Restaurants, wovon nur eines ge\u00f6ffnet hatte. Wir a\u00dfen dort zun\u00e4chst zu Mittag, bevor es zum Tempel Sekisui losging. Eigentlich war die Tempelanlage mit zwei Tempeln auf dem ganzen Berg verteilt, jedoch konnte man wegen Umbauarbeiten nur den unteren und ebengenannten Tempel besichtigen. Der war auch sehr wichtig, da dort ein nationaler Schatz entstanden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sekisui-in, Schreibst\u00e4tte des ersten Mangas<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir brauchten nur wenige Minuten, bis wir unser Ziel erreichten. Gegen eine Eintrittgeb\u00fchr konnten wir das Geb\u00e4ude betreten.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p> Es war weniger ein Tempel, als Teil eines Geb\u00e4udes. Mit Socken erreichten wir verschiedene R\u00e4ume, die man teilweise betreten durfte. Der Weg f\u00fchrte \u00fcber eine Br\u00fccke und durch einen japanischen Garten in das \u00e4u\u00dfere Nebengeb\u00e4ude. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Dort wurden drei Schriftrollen ausgelegt. Die wichtigste Bildrolle, &#8222;Choju-Giga&#8220; stammte aus dem 12. Jahrhunderte und zeigte anthrophomorphische Darstellungen von Tieren in Alltagsszenen. Diese Rolle galt als der erste Manga in Japan. Zwar war die originelle Schriftrolle im Museum ausgestellt, dennoch zeigte das Faksimilie sch\u00f6ne Szenen. In Kombination mit dem wunderbaren Ausblick in die Berge war es ein beeindruckender Moment. Zudem waren kaum Besucher da, was eine private Atmosph\u00e4re schaffte. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Auf dem R\u00fcckweg kamen wir wieder am japanischen Garten mit Teich vorbei und staunten \u00fcber dessen Bewohner nicht schlecht. Neben Fischen waren auch graue Lurche drin, die sich quicklebendig hin und her bewegten. Es war echt schwer, ein gutes Foto von ihnen zu bekommen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ninnajo-Tempel<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem wir den h\u00f6chsten und weitesten Punkt f\u00fcr heute erreicht haben, fuhren wir nun die Stationen weiterer Tempel ab bis wir in Kyoto wieder angekommen sind. Der n\u00e4chste war der Ninnajo-Tempel, an dessen Gel\u00e4nde auch der Omuro-Palast stand. Dies lag daran, dass Kaiser Uda im 9. Jahrhundert abdankte und erster Abt des Heiligtums wurde. Jedoch stammt die heute sichtbare Tempelanlage aus dem 17. Jahrhundert mit einer Pagode auf der anderen Seite der Anlage. Wir verzichteten diesmal aufs Eintrittgeld und spazierten \u00fcber die Tempelanlage. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00e4stelhafter Zen-Garten<\/h2>\n\n\n\n<p>Unsere n\u00e4chste Station ging zum Ryoanji-Tempel an dem einer der bekanntesten Zen-G\u00e4rten Japans lag. Der \u00e4u\u00dfere Gartenbereich war sehr abwechslungsreich gestaltet und mit verschiedenen Pflanzen angelegt. In der Mitte lag ein See mit einer Insel, auf die man \u00fcber einer Steinbr\u00fccke gelangte. Man merkte, wie beliebt der Garten war, da viele Touristengruppen durch den Garten gingen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p>Das Hauptst\u00fcck des Gartens jedoch war den Zen-Garten, zu dem man \u00fcber ein Holzgeb\u00e4ude gelangte. Auf der Veranda hatte man den besten Blick auf den Garten, der f\u00fcr uns zun\u00e4chst schwer zu verstehen war. Der Garten umfasste die Ma\u00dfe 10&#215;15 Meter und enthielt wei\u00dfen, groben Kies und 15 Felsbl\u00f6cke. Und da fing auch schon die gr\u00f6\u00dfte Mystik an: \u00fcber die Symbolik, Anordnung, ja Sinn konnte man bis heute nichts genaues sagen. Fakt ist, dass die Tempelanlage seit dem 15. Jahrhundert bestand und alle Aufzeichnungen \u00fcber den Garten vermutlich w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegen zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert verloren gingen. Heutzutage konnte man diverse Theorien nachverfolgen, wie die Anordnung nach Inseln, Tiersternzeichen oder auch Zahlensymbolik. Eine Antwort darauf wird man vermutlich nie bekommen. Zumindest galt dieser Zen-Garten als einer der typischsten Japans. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p>Auf dem R\u00fcckweg passierten wir ein kleines Becken, das leicht zu \u00fcbersehen war. Besonders asiatische Touristen tummelten sich auf der Veranda dort, da es zwar Rund war, aber ein quadratisches Loch in der Mitte hatte und damit der Form einer alten chinesischen M\u00fcnze \u00e4hnelte. Auf dem runden Becken waren Kanjis graviert, die \u00fcbersetzt soviel hie\u00dfen wie: &#8222;Nur ich wei\u00df, dass ich zufrieden bin.&#8220;.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n\n\n\n<p>Gegen Abend erreichten wir schlie\u00dflich unser Hotel und packten auch schon unsere Sachen zusammen. Morgen ging es mit dem Shinkasen weiter in Richtung S\u00fcden. Dabei konnten wir mit dem Hotelbesitzer gl\u00fccklicherweise vereinbaren, dass wir unser Schwergep\u00e4ck bei ihm lie\u00dfen und es in zwei Wochen abholen w\u00fcrden. Seit Sendai hatte ich mir den R\u00fccken verlegt oder falsch belastet und konnte mich vor Schmerzen und Verspannung kaum mehr b\u00fccken. Daher beschlossen wir, auf weniger Gep\u00e4ck umzusteigen und den R\u00fccken so gut es ging zu schonen. Zum Gl\u00fcck nahm das Hotel unser Gep\u00e4ck f\u00fcr den Zeitraum entgegen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ging es f\u00fcr uns f\u00fcr einen Tagesausflug raus aus Kyoto. 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