{"id":3743,"date":"2019-10-21T14:04:49","date_gmt":"2019-10-21T12:04:49","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=3743"},"modified":"2019-10-21T14:04:52","modified_gmt":"2019-10-21T12:04:52","slug":"tempel-ueber-tempel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/tempel-ueber-tempel\/","title":{"rendered":"Tempel \u00fcber Tempel"},"content":{"rendered":"<p>Alle Tempel in Kyoto sich anzuschauen w\u00e4re zu viel und w\u00fcrde zu viele Tage in Anspruch nehmen. Au\u00dferdem wollten wir nicht alle klassischen Spots uns anschauen, eben weil viele Touristen an einem Orten waren und die meisten Sehensw\u00fcrdigkeiten eh sehr bekannt waren. Dennoch mussten einige ber\u00fchmte Tempel aufgrund ihrerer Geschichte besichtigt werden. Und genau das taten wir nun gem\u00fctlich am diesem Tag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Higashi-Honganji Tempel und Nishi Honganji-Tempel<\/h2>\n\n\n\n<p>Unweit des Hauptbahnhofes von Kyoto lag der Higashi-Hongaji Tempel, der 1602 erbaut wurde und auf die Jodo-Shinshu Schule gr\u00fcndete. Sie ist eine Abzweigung der strengen Jodo-Schule und auch volksn\u00e4her da sie an den Heil spendenden Amida-Buddah glaubte und das Z\u00f6libat ablehnte. Dies f\u00fchrte auch zur Teilung des Tempels, weshalb eine neue Anlage gebaut werden musste. Die neuen Lehren wurden im neuen Tempel praktiziert, der auf unserer Tempel-Route das erste Geb\u00e4ude war. Der Vorhof war sehr gro\u00df ausgelegt und hatte mehrere Geb\u00e4ude. Da im Hauptgeb\u00e4ude die gro\u00dfe Amida-Statue gerade restauriert wurde, konnten man leider nicht viel mehr besichtigen. Also ging es weiter zum zweiten Tempel, den ich eben erw\u00e4hnte. Die Gebetsr\u00e4ume waren mit Tatamimatten ausgelegt, was bedeutete dass man mit Socken die innere Tempelanlage besichtigen konnte. Seine Schue konnte man in Plastikt\u00fcten mitnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur wenige Gehminuten entfert war dann der Nishi Honganji Tempel, der die urspr\u00fcnglichen Lehren der Jodo-Schule lehrte. Auch hier war der Vorplatz sehr gro\u00df und mit Kies ausgelegt. Innen konnte man sch\u00f6ne Malereien und das Heiligtum betrachten. Daneben war eine kleine, schwarze sitzende Statue, die dem Tempelgr\u00fcnder selbst darstellte und seine Asche unter den Lack beigeschmischt wurde. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die h\u00f6chste Pagode Japans<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir setzten unseren Weg weiter fort und gelangten an den Toji-Tempel,\nder 796 gegr\u00fcndet wurde. Nach Br\u00e4nden aus dem B\u00fcrgerkrieg zwischen dem 15. Und 16.\nJahrhundert musste der Tempel komplett neu wiederaufgebaut werden. Heute\nkonnten wir eine der gr\u00f6\u00dften Buddahstatuen aus der Momoyama-Zeit im\nHauptgeb\u00e4ude bestaunen. Die Statue war sehr beeindruckend und zeigte den Buddah\nin seinen verschiedenen Facetten mit den meheren Armen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Attraktion stellte allerdings die Pagode auf der Anlage dar. Mit ihren 56 Metern H\u00f6he ist sie die h\u00f6chste Pagode Japans. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eTempel des reinen Wassers\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Nord-\u00f6stlich vom Zentrum ersteckte sich ein weiteres Wahrzeichen Kyotos. Der Kiyomizu-Tempel war nicht nur f\u00fcr Japaner, sondern auch f\u00fcr M\u00f6nche beliebt. Im Bus teilten wir den Platz mit einer buddhistischen Reisegruppe, die auch von M\u00f6nchen begleitet wurde. Wir ahnten, dass der Tempel doch etwas besonderes sei. Die Anlage lag auf einem Berg, zu dem nur eine gro\u00dfe Stra\u00dfe rauf f\u00fchrte, die von beiden Seiten voll mit Souvenierl\u00e4den oder Essbuden war. Die Stra\u00dfe selbst war bis auf den letzten Meter voll mit Touristen oder Sch\u00fclern. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040334-e1571655948884-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3721\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040334-e1571655948884.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040334-e1571655948884-225x300.jpg 225w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040334-e1571655948884-640x853.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Da hinten m\u00fcssen wir hin \ud83d\ude00<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst galt es sich durch den Strom k\u00e4mpfen, was gar nicht so leicht war. Irgendwann kamen wir auf den ersten Vorplatz an und es lichtete sich etwas. Zwar gab es zwei Tore, jedoch war nur das zweist\u00f6ckige Nimon-Tor frei zug\u00e4nglich. Nachdem wir hindurch gingen, passierten wir den Glockenturm und die  dreist\u00f6ckige Pagode. Inzwischen musste man sich f\u00fcr ein Foto mit der Pagode anstellen. Wir durchquerten ein weiteres Holztor und gelangten endlich zum eigentlichen Tempel, der Unisco Welterbe ist. Sp\u00e4testens hier wurde es etwas weniger, da man nun Eintrittskarten kaufen musste. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geschichtliches<\/h2>\n\n\n\n<p>Warum ist der Tempel so beliebt? Der Legende nach, wurde bereits 778 eine Einsiedelei um die Quelle gebaut, seit dem sich eben die Tempelanlage entwickelte. Obwohl sie schon mehrmals niedergebrannt worden ist, wurde sie immer originalgetreu wiederaufgebaut. Pr\u00e4gend daf\u00fcr war auch die Holzverranda, die am Hang mit 12 Meter hohen Zedernst\u00e4mmen gebaut ist und f\u00fcr die kein einziger Nagel verwendet wurde. Im japanische Volksmund gibt es den Spruch des \u201eSprunges von der Veranda des Kiyomizu Tempels\u201c, der in der Literatur sehr oft verwendet wurde und f\u00fcr tollk\u00fchne Handlungen galt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Halle innen war sehr gro\u00df und obwohl sehr, sehr viele Menschen Statuen und Heiligt\u00fcmer passierten, fanden immer wieder Betende ihre Ruhe zur Innehaltung. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eLiebessteine\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem wir den Haupttempel passierten, ging es f\u00fcr mich zun\u00e4chst zur Stempel- und Kalliagraphiestation f\u00fcr mein Goushuin-chou. Danach schauten wir uns um. Mit einigen Schulklassen sind wir in einem gr\u00f6\u00dferen Strom mitgegangen und konnten uns nur kurz ein Bild von der St\u00e4tte nach dem Tempel machen. Es d\u00e4mmerte bereits, als wir die Treppen zu einen weiteren Schrein auf dem Berg aufstiegen. Dort standen einige L\u00e4den an denen viele M\u00e4dchen anstanden. Auf diesem Grundst\u00fcck wurden per Statue oder Schrein der Gott der Liebe mit dem Hasen als Symbol verehrt. Weiter oben gab es zwei Steine, in Abstand von ca 10 Metern. Dazu gab es einen Brauch: W\u00e4hrend man mit verbundenen Augen von einem Stein zum anderen geht und sich einen bestimmten Liebhaber w\u00fcnscht, soll dieser Wunsch in Erf\u00fcllung gehen. Einige M\u00e4dchen probierten es aus. Eine Freundin begleitete sie immer, damit sie nicht von Weg komplett abkamen oder in andere Besucher hineingingen. F\u00fcr die eine oder andere wurden diese Meter zu einer wahren Irrfahrt, da sie nicht direkt den Stein anpeilten, sondern an ihn vorbei gingen. Die Kunst lag darin, den Stein auch zu ber\u00fchren. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Wir gingen den Weg weiter entlang und genossen die Aussicht\nauf Kyoto mit einem wundersch\u00f6nen Sonnenuntergang. Etwas weiter den Hang hinab\nkamen wir an der besagten Quelle vorbei, aus der drei Wasserstrahle hinab\nflossen. Hier wurde betont, dass man das Wasser trinken konnte. Dies war in\nJapan nicht allt\u00e4glich und eine Besonderheit. Kurze Hintergrundinfo: Wasser aus\nder Natur zu trinken war nicht selbstverst\u00e4ndlich in Japan. W\u00e4hrend wir in\nBayern bei Wanderungen unsere Wasserflaschen bei flie\u00dfenden Wasser auff\u00fcllten, versuchten\ndies die Japaner eher zu vermeiden. Bei unserer Wanderung zum Berg Rausu\nfragten wir das japanische P\u00e4rchen, ob das Wasser trinken in den Bergen in\nOrdnung sei. Wir wurden zun\u00e4chst sehr verdutzt angeschaut und gefragt warum wir\ndas Bergwasser trinken wollten. Ein weiterer Punkt des nicht zu trinkenden\nWassers wurde auch vor dem Eintreten in einen Tempel praktiziert. Bevor man den\nTempel betritt, sollten an einem Wasserbecken die H\u00e4nde gewaschen und der Mund\nmit Wasser ausgesp\u00fclt werden. Schilder verweisen immer darauf, dass man es auf\nkeinen Fall trinken sollte. <\/p>\n\n\n\n<p>Daher war die Quelle hier am Berg etwas Besonderes, da sie offiziell als Trinkwasser ausgesprochen wurde.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>Ramen und Nachtspaziergang<\/p>\n\n\n\n<p>Nach unseren ausgiebigen Besuch in Kyoto machten wir noch einen kleinen Nachtspziergang durch Gion. Dabei fanden wir ein sehr leckeres Ramesrestaurant, in dem wir unsere leeren M\u00e4gen f\u00fcllen konnten. Der Restaurantbesitzer erz\u00e4hlte uns von seiner Berufswahl zum Koch f\u00fcr Ramen. Demnach dauerte die Ausbildung 13 Jahre, bis man ein Meister f\u00fcr das Kochen der richtig guten Suppe ist. \u00dcbrigens k\u00f6chelt die Suppe \u00fcber 22 Stunden im Kochtopf bis sie dem Kunden mit Nudeln und Toppings serviert wird.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Tempel in Kyoto sich anzuschauen w\u00e4re zu viel und w\u00fcrde zu viele Tage in &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/tempel-ueber-tempel\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Tempel \u00fcber Tempel<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":3739,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-3743","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3743"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3743\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3825,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3743\/revisions\/3825"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}