{"id":3623,"date":"2019-10-20T17:41:20","date_gmt":"2019-10-20T15:41:20","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=3623"},"modified":"2019-10-20T17:41:22","modified_gmt":"2019-10-20T15:41:22","slug":"die-maiko-show","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-maiko-show\/","title":{"rendered":"Die Maiko Show"},"content":{"rendered":"<p>Heute schliefen wir etwas l\u00e4nger aus. Die letzten N\u00e4chte waren kurz und zur\u00fcck in die Gro\u00dfstadt war f\u00fcr uns eine Umgew\u00f6hnung. Ich musste zugeben, dass wir f\u00fcr den heutigen Tag absolut keinen Plan hatten und Wetter, Stadt, Leute, Touristen und Orientierung zun\u00e4chst auf uns wirken lassen wollten. Gegen mittag ging es f\u00fcr uns dann in Richtung Gion Viertel, dem Vergn\u00fcgunsviertel von Kyoto und auch f\u00fcr die Geisha-H\u00e4user dort bekannt war. Es war schon alles etwas voller und lauter. Auf dem Weg zum Viertel trafen wir auf einige Touristengruppen, die auf Leihr\u00e4dern durch die Gassen rasten. Den einen oder anderen auch bereits angetrunken. Sp\u00e4testens zu diesem Zeitpunkt z\u00e4hlte schon f\u00fcr Alfred Kyoto nicht zu seiner Lieblingsstadt. Wir gelangten \u00fcber eine Templeanlage in einen gro\u00df angelegten Park, in dem wir uns eine Pause g\u00f6nnten, die warme Sonne genossen und die sch\u00f6nen Kimonos der Japanerinnen bestaunten. Man sah immer wieder festlich gekleidete Japaner und Japanerinnen in Kimonos durch die Stra\u00dfen gehen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spazieren in Kyoto ohne Plan<\/h2>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter machten wir einen kurzen Abstecher durch das Gionviertel, in dessen Gassen nostalgisch alte H\u00e4user immer noch standen. Auch wenn alles abgeriegelt war und alle paar Meter eine Tourif\u00fchrung sich durch die Gassen quetsche, konnten diese Punkte die besondere Atmosph\u00e4re nicht \u00e4ndern. Leider trafen wir in den Gassen nicht auf eine Geisha, was bereits als Gl\u00fccksfall galt. \u00dcber Gion gelangten wir an den Fluss Kamo-gawa, an dem man entlang spazieren konnte. An einer Br\u00fccke gelangten wir an die Touristinformation, die uns einen Maiko-Tanz am gleichen Abend empfahl. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Wir nutzten die verbliebenen Stunden, um mit dem Bus zum kaiserlichen Garten zu fahren. Den Palast konnte man sich \u00fcbrigens umsonst anschauen, allerdings nur mit Voranmeldung in der Fr\u00fch und mit Pass. Bisher hatten wir es nicht geschafft dorthin zu gehen, da wir meist in der Fr\u00fch auf dem Weg zu weiteren Stationen waren und der Kaiserpalast zu viel Zeit in Anspruch genommen h\u00e4tte. Der Garten w\u00e4re im Fr\u00fchling, bzw. Sommer mit Blumen sehr sch\u00f6n gewesen, doch am heutigen Tag wirkte er etwas unspektakul\u00e4r mit den Pinienenb\u00e4umen und breiten Wegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Palast war in Backsteingeb\u00e4uden die Universit\u00e4t von Kyoto, auf dessen Campusgel\u00e4nde wir uns kurz umschauten. Die Studenten wirkten entweder sehr l\u00e4ssig oder super gestresst. Die Geb\u00e4ude erinnerten mich eher an ein Collage in England. Die englischen architektonischen Einfl\u00fcsse waren nicht zu \u00fcbersehen, von Japanischem keine in meinen Augen erkennbar. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Maiko-Show<\/h2>\n\n\n\n<p>Dann wurde es auch schon Zeit. Mit dem Bus erreichten wir\n\u00fcberp\u00fcnktlich das Geb\u00e4ude. Zwar war keine Reservierung notwendig, allerdings\nwaren die Sitz- und Stehpl\u00e4tze auch begrenzt. Wer zuerst kommt\u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>Wir kamen ca. 20 Minuten vor dem Kartenverkauf an und sahen bereits eine lange Schlange vor uns mit westlichen Touristen, die ungeduldig stand oder schon auf dem Boden lagen. Ich war mir im n\u00e4chsten Moment nicht mehr sicher, ob es sich hierbei wirklich um eine Maiko-Show oder Touristenfalle handelte. Genau das gleiche fragte uns auf englisch ein Tourist aus Neuseeland hinter uns. Wir kamen ins Gespr\u00e4ch und dank ihm verflog die Zeit wie im Flug. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040237-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3624\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040237.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040237-300x225.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040237-768x576.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040237-730x547.jpg 730w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040237-640x480.jpg 640w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040237-820x615.jpg 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Thanks for the good time.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklicherweise fanden wir drei einen Platz in der ersten Reihe und feierten uns daf\u00fcr. Dann ging es auch schon los. Die Show zeigte neben den Maikos auch Ausz\u00fcge traditioneller Vorf\u00fchrungen, wie Teezeremonie, Ikebani mit musikalischer Begleitung oder auch Theater. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Den Hauptteil bildete der Maiko-Tanz. Maikos, das sind M\u00e4dchen in Ausbildung zur Geisha. Zum Ausbildungsihnalt geh\u00f6ren vor allem der Tanz, der bis in die Fingerspitze perfektioniert werden muss. Heute Abend wurden zwei Tanzst\u00fccke vorgef\u00fchrt, die f\u00fcr meine westlichen Augen kaum unterscheidbar waren. Auch in der Mimik konnte man keine Regung erkennen. Mich faszinierten die schnellen Handbewegungen, dann kurz eine Position einnehmen um dann wieder in die n\u00e4chste Bewegung abzuleiten. Der Tanz war sehr interessant und unverst\u00e4ndlich zugleich. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bars in Kyoto<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Besuch wollten wir den Abend mit einem Gl\u00e4schen Sake ausklingen lassen. Da wir nicht in eine der von Touristen \u00fcberf\u00fcllten Bars gehen wollten, suchten wir abseits des Stroms. Die geeigneten Bars waren leicht gefunden \u2013 jedoch wurde uns der Eintritt verwehrt. Viele authentische Bars waren nur f\u00fcr Japaner und wollten gezielt keine Touristen bei haben. Egal, wie leer diese Gesch\u00e4fte auch waren. Hin und wieder bekamen wir zu sp\u00fcren, dass es eventuell einen Zweiklassentourismus in Japan g\u00e4be, doch hier in Kyoto wurde meine Bef\u00fcrchtung best\u00e4tigt. Ich war unglaublich angepisst auf die schroffen abweisungen. Dennoch: wir wollten nicht aufgeben, es musste doch eine Bar in Kyoto geben, die Ausl\u00e4nder bei sich akzeptiert und dennoch authentisch war. Und wir fanden diese Bar! In einer kleinen Seitengasse durften wir eintreten und fanden auch mit den japanischen Betreibern, sowie den G\u00e4sten sofort Anklang. Es war ein richtig guter Abend! Wir tranken alle gemeinsam sehr viel Sake, beklagten uns \u00fcber die anderen Bars (in anderen Gro\u00dfst\u00e4dte wie Osaka war das anscheinend auch ein Problem) und trafen auf unterschiedliche Personen. Da war die Tochter eines Priesters, die Musik in Amerika studierte und nun in Kyoto als Jazzspielerin gro\u00df raus kommen wollte. Ihr Freund, ein Amerikaner, betrieb in Osaka eine Kaffeebar und kam zu Besuch nach Kyoto. Eine Japanerin mit blonden Haaren trat ein, sie war ebenfalls Barbetreiberin und hatte ihre gerade geschlossen. Wir unterhielten und stellten fest, dass sich alle Barbetreiber in Kyoto gut kannten. Allgemein waren die dort lebenden Menschen eine eingeschworene Gemeinschaft und verschlossen gegen\u00fcber Ausl\u00e4ndern. Das absolute Gegenteil zu dem, was wir auf Hokkaido oder der Akita Region erlebt haben. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191015_205954-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3658\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191015_205954.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191015_205954-300x225.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191015_205954-768x576.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191015_205954-730x547.jpg 730w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191015_205954-640x480.jpg 640w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191015_205954-820x615.jpg 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Sake aus allen Regionen Japans<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4t in der Nacht ging es f\u00fcr uns dann auch zur\u00fcck in Richtung in Richtung Hotel, mit der Erkenntnis, dass Gro\u00dfst\u00e4dte nicht unser Ding waren. Auch wenn dieser Abend ein richtig gutes Ende hatte \u2013 hatte das alles einen Nachgeschmack. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute schliefen wir etwas l\u00e4nger aus. 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