{"id":3515,"date":"2019-10-19T08:00:35","date_gmt":"2019-10-19T06:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=3515"},"modified":"2019-10-19T04:39:01","modified_gmt":"2019-10-19T02:39:01","slug":"das-festmahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/das-festmahl\/","title":{"rendered":"Das Festmahl"},"content":{"rendered":"<p>Am n\u00e4chsten Morgen versuchten wir nicht allzu lange auszuschlafen, bzw ich weckte einfach Alfred. Heute stand nicht viel auf dem Plan. Kaum waren wir auf der Stra\u00dfe, staunte ich nicht schlecht, wie aufger\u00e4umt alles war. Nur hier und da sah man eine verbliebene Pf\u00fctze und Strandsand. Auch das Wetter war sehr gut! Strahlendblauer Himmtel und warme Temperaturen! Fast schon so, als ob nichts gewesen w\u00e4ren, bis auf, dass die Gesch\u00e4fte noch nicht ge\u00f6ffnet hatten. Wir mussten bis mittags warten, bis die meisten Gesch\u00e4fte offen hatten und vergn\u00fcgten uns dabei mit einer Sightseeing-Bus-Tour. Der wichtigste Punkt f\u00fcr mich war die Besichtigung der Burg Sendai. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Burg Sendai<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Burg war etwas au\u00dferhalb der Stadt und lag auf einer Anh\u00f6he von der man einen sehr guten Blick \u00fcber Sendai hatte. Allerdings hatte die Anlage eine lange Leidensgeschichte von Zerst\u00f6rungen durch Erdbeben und Feuer und dem immerw\u00e4hrenden Wiederaufbau hinter sich, sodass kaum etwas \u00fcbrig blieb. 2011 erwischte es die gro\u00dfe rekonstruierte Mauer am schlimmsten, f\u00fcr die allein einige Jahre investiert werden musste. Es war das Erdbeben, das 2011 die gesamte Region Sendai ersch\u00fcttert hat. Auf dem Vorplatz konnte man anhand von Steinen erahnen, wie gro\u00df die Burganlage war, in der einst der m\u00e4chtige F\u00fcrst Date Masamune herrschte. Ihm war auch eine gro\u00dfe Statue gewidmet, die bei den japanischen Touristen sehr beliebt war. Ebenfalls erhalten war der Tempel, der ebenfalls unter den Schulklassen und Japaner sehr beliebt war. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Vorplatz kamen wir ins Gespr\u00e4ch mit einem \u00e4lteren Herrn, der f\u00fcr Informationen zur Verf\u00fcgung stand. \u00dcber eine Schautafel zeigte er uns die Zerst\u00f6rung des 2011 ereigneten Erdbebens in der Region Sendais. Wir waren sehr best\u00fcrzt und verstanden auch, wie schwer es war, diese besonderen Geb\u00e4ude erhalten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Besuch auf dem Burggel\u00e4nde ging es f\u00fcr uns im Tourisbus wieder zur\u00fcck zum Bahnhof von Sendai.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">bayerisch-schw\u00e4bische K\u00fcche<\/h2>\n\n\n\n<p>Dort gingen wir wieder zum Supermarkt von gestern zur\u00fcck, mit der Erwartung alles f\u00fcr unsere geplanten Gerichte zu finden. Unser Master-Chef-Koch-Plan: wir wollten Sp\u00e4tzle mit Wiener (oder \u00e4hlicher Wurst) und Linsenso\u00dfe, K\u00e4se-Sp\u00e4tzle, Rostzwiebeln und Flammkuchen anbieten. Dazu gab es Kartoffelsalat mit Salatgurke und einem Rettichsalat. Fast alles konnte wir auf Japan einkaufen: Mehl, Eier, Zwiebeln, Butter und sogar eine Art Frischk\u00e4se als Schmandersatz. Rettich geh\u00f6rt \u00fcbrigens zu japansichen Salaten standartgem\u00e4\u00df dazu. Das einzige Problem waren die Linsen. Auf Japan gibt zwar viele diverse Bohnenarten, die auch auf Hokkaido angebaut wurden. Dennoch konnten wir mit Bildern und japanischer \u00dcbersetzung niemanden finden, der Linsen \u00fcberhaupt kannte. <\/p>\n\n\n\n<p>Als wir ins Hostel zur\u00fcck kamen, trafen wir auf Momo, Staff des Hostels die sehr gut englisch sprach. Sie kannte, durch Auslandaufenthalte, die Linsen und empfahl uns einen asiatischen Laden um die Ecke. Alfred musste sich beeilen, da Misa und Tomo bald eintrafen. Ich dagegen machte mich fertig und bereitete den Tisch zum Kochen vor. Zum Gl\u00fcck lief alles wie geschmiert. Und wir schafften es rechtzeitig einige Lebensmittel zur schnellen Weiterverwendung vorzubereiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Es war immer wieder ein herzliches Treffen mit Misa und Tomo. Diesmal wollten wir ihnen nicht nur unsere Esskultur zeigen, sondern auch damit unseren Dank f\u00fcr ihre Gastfreundschaft ausdr\u00fccken. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir teilten uns erst mal auf: Ich und Misa bereiteten die Salate vor, w\u00e4hrend Alfred und Tomo die Teige f\u00fcr die Sp\u00e4tzle und den Flammkuchen knetete. In der Hostelk\u00fcche mussten wir auf einige K\u00fcchenutensilien verzichteten, wie R\u00fchrger\u00e4t oder Nudelholz. Dennoch kamen wir mit den Gegebenheiten klar: Anstatt R\u00fchrger\u00e4t wurde geknetet und dem als Nudelholz wurde eine Sakeflasche verwendet. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Bereits in Deutschland hatte sich Alfred im Sch\u00e4beln der Sp\u00e4tzle versucht und konnte von dieser Erfahung nun profitieren. Auch Misa wurde kurzerhand angeleitet. Parallel dazu kochte das Hostelstaff japanische Gerichte und der Spanier Guillermo spanisches Omlette. Es war ein wunderbarer Abend, der von dem Rugbyspiel Japan vs Schottland gekr\u00f6nt wurde. Als Japan dann auch noch gewann und damit in die K.O.-Phase des Turniers einzog, waren alle au\u00dfer sich und feierten bis sp\u00e4t in die Nacht.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Die deutschen Gerichte sind bei den Japanern allesamt gut angekommen. Besonders die K\u00e4sesp\u00e4tzle und die Linsenso\u00dfe waren sehr beliebt. Wir sind wahnsinnig gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass wir dazu gekommen sind unsere Speisen zuzubereiten. Bisher gab es einfach keine gelegenheit dazu. Mit etwas improvisation gelangen uns die Gerichte erstaunlich gut. Und wenn es dann auch mundet, ist es um so sch\u00f6ner.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am n\u00e4chsten Morgen versuchten wir nicht allzu lange auszuschlafen, bzw ich weckte einfach Alfred. 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