{"id":3389,"date":"2019-10-17T10:31:23","date_gmt":"2019-10-17T08:31:23","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=3389"},"modified":"2019-10-17T12:21:47","modified_gmt":"2019-10-17T10:21:47","slug":"in-traditioneller-kleidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/in-traditioneller-kleidung\/","title":{"rendered":"In traditioneller Kleidung"},"content":{"rendered":"<p>Heute war check-out und letzter Tag in der Region Yamagata. Dies wollte ich mit einem Stadtbesuch in Yonezawa abschlie\u00dfen. Es sollte diesen Tag regnen und so lie\u00dfen wir daf\u00fcr ein Wanderungprogramm aus. Da wir unser gro\u00dfes Gep\u00e4ck im Hotel unterbrachten, fuhren wir nach dem Stadtbesuch in Yonezawa wieder zur\u00fcck nach Yamagata und danach weiter zu unserer n\u00e4chsten Location in Sendai.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-11-yamagata-sendai-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3365\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-11-yamagata-sendai.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-11-yamagata-sendai-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-11-yamagata-sendai-768x550.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Unsere Bahnroute: 1. Yamagata &#8211; Yonezawa; 2. Yonezawa &#8211; Yamagata; 3. Yamagata &#8211; Sendai<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Seidenmanufraktur in Yonezawa<\/h2>\n\n\n\n<p>Yonezawa lag s\u00fcdlich von Yamagata in den Bergen uns war mit dem Shinkansen schnell und komfortabel erreichbar. Einst wurde die Stadt durch den Uesugi Clan stark gepr\u00e4gt, der die Seidenmanufraktur im 18. Jahrhundert stark f\u00f6rderte. Der heutige Matsugasaki-Park stellte die Umrisse der vergangenen Burg des Clans dar. Heute sind davon nur noch der Uesugi-Schrein und eine Grabst\u00e4tte davon \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich war ganz klar, nach einem Seidenmuseum oder \u00c4hnlichem zu suchen. Daher fragte ich an der Touriinfo nach und bekam einen bestimmten, unmarkierten Punkt auf der Karten zugewiesen. Bis auf den Park konnte man uns nicht mehr an Sehensw\u00fcrdigkeiten empfehlen. Da alles gut zu Fu\u00df erreichbar war, gingen wir auch schon los. Das Stadtbild von Yonezawa glich dem der letzten St\u00e4dte und war sehr schlicht. Wir diskutierten, ob es bei uns in den D\u00f6rfern oder abseits der Tourismusstr\u00f6me ebenfalls so trist und eint\u00f6nig aussah. Immerhin hatte Bayern sehr sch\u00f6ne Fachwerkh\u00e4user und alte Bauerh\u00f6fe auf dem Land, die immer gepflegt wurden. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die lokale Weberei<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach ca. 20 Minuten Fu\u00dfweg erreichten wir in einer Nebenstra\u00dfe die Markierung der Touriinfo. Es war eine alte Manufraktur, in der ich ein Museum oder eine Ausstellung der Weberzeugnisse vermutete. Tats\u00e4chlich handelte es sich um einen reinen, gro\u00dfen Verkaufsraum der lokalen Weberei. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040152-e1571300918308-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3383\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040152-e1571300918308.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040152-e1571300918308-225x300.jpg 225w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/P1040152-e1571300918308-640x853.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Werksverkauf der lokalen Weberei in Yonezawa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Keine Werksf\u00fchrung, kein Museum &#8211; aber sehr sch\u00f6ne Erzeugnisse. Da wir die einzigen Kunden waren, wurden wir sehr ausgiebig gleich von zwei Angestellten und dem Chef beraten. \u00c4hm ja&#8230; wie konnten wir ihnen zu verstehen geben, dass wir nicht das Geld hatten uns einen Schal aus 100% Seide zu kaufen? <\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst wurde unsere Geschicklichkeit an einem alten Webstuhl getestet. Ich war nat\u00fcrlcih die erste, die von einer Angestellten kurz angeleitet wurde. Nun ja, es war jetzt kein komplizierter Mechnismus und meine Besuche aus dem TIM Augsburg (Textil Industrie Museum) zahlten sich aus, da ich mich mit dem Webstuhl auskannte. Auch Alfred durfte ran und konnten ebenfalls ein gro\u00dfes St\u00fcck vom Teppich weben. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Wir unterhielten uns mit dem Chef etwas \u00fcber Deutschland und nat\u00fcrlich dem Oktoberfest. Auch die Tracht wurde besprochen und wir zeigten Fotos und Videos von der Wiesn, was alle sehr beeindruckte. Dann sagte der Chef kurz und schnell etwas zu seinen Mitarbeiterinnen und schon wurde ich in einen hinteren Teil des Ausstellungsraumes gezogen. Dort wurde mir ein zweiteiliges japanisches Alltagsgewand \u00fcber die Kleidung angezogen. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem rosa farbigen Rock bekam ich das gleichfarbige Oberteil. Die \u00dcberg\u00e4nge wurden von einem Obi bedeckt, einer Art G\u00fcrtel, die man zu Kimonos verwendet. Ich muss schon sagen, dass die Kleidungsst\u00fccke etwas unbequem waren. Im Gegensatz zum Dirndl konnte man hier nicht wirklich mehr etwas essen oder trinken, da der Obi keinen Platz mehr zulie\u00df. Auch die Beinfreiheit war eingeschr\u00e4nkt, weshalb ich nur in kleinen Schritten durch den Raum gehen konnte. Zus\u00e4tzlich trug ich Holzsandalen, die auch an den blasenbesetzten F\u00fc\u00dfen sehr unbequem waren. Auch Alfred wurde kurzerhand eingekleidet, was nur halb solange wie bei mir dauerte. Sein Kleidungsst\u00fcck war ca 1000 Euro wert. \u00dcbrigens: wir hatten beide keine Kimonos an, was sehr oft betont wurde, sondern nur eine Art Alltagskleidung. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Es war ein riesen Spa\u00df, aber auch wie kompliziert es war, traditionelle japanische Kleidung anzuziehen. Nicht einfach so schnell ins Dirndl schl\u00fcpfen und dann gleich los. Das war bei dieser Kleidung absolut nicht umsetzbar. Dennoch war dies eine sehr interessante und imposante Erfahrung, die wir machen durften. Neben unseren machten auch die Angestellten Fotos zu Ausstellungszwecken und gaben uns im Gegenzug als Dankesch\u00f6n sogar kleine Handt\u00fccher f\u00fcr Onsen mit. F\u00fcr uns ein absoluter Geheimtipp!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Im Matsugasaki-Park<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem wir uns vom Personal der Weberei bedankt hatten, f\u00fchrten wir unseren Weg zum Matsugasaki-Park weiter fort. Wir gelangten an eine Br\u00fccke auf der viele Schulm\u00e4dchen waren. Sie blickten ins Wasser und Streckten ihr H\u00e4nde aus. \u00dcber der Wasseroberfl\u00e4che machten sie damit Auf-Zu-Bewegungen. Neugierig traten wir heran und sahen viele gro\u00dfe Karpfen im Gew\u00e4sser. Die Fische schauten zu uns auf und \u00f6ffenten dabei die M\u00fcnder. Die ganze Szene sah etwas skuril aus, dennoch mussten auch wir das ausprobieren. Und tats\u00e4chlich war innerhalb von einer Minute ein ganzer Schwarm von Karpfen \u00fcber unsere bewegenden H\u00e4nden versammelt und hoffte auf Fischfutter.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Park selbst war Schlicht gehalten, der Clan Tempel zentral gelegen. Wir konnten auf den d\u00fcnnen Pfaden selbst wieder zur Ruhe kommen und die Umgebung auf uns wirken lassen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Next station: Sendai<\/h2>\n\n\n\n<p>Wieder zur\u00fcck im Hotel ging es f\u00fcr uns mit dem n\u00e4chsten Shinkansen \u00fcber Fukushima nach Sendai. Wir mussten uns beeilen, da sich bereits jetzt schon erste Abweichungen der Abfahrtpl\u00e4ne wegen eines Taifuns bemerkbar machten. Mit Abweichung war eine fr\u00fchere Abfahrt, nicht sp\u00e4ter wie in Deutschland, gemeint \ud83d\ude09<br>Gegen Sp\u00e4tabends kamen wir in Sendai an und waren auf Anhieb von der Stadt und ihrem bunten Treiben begeistert. F\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger war der gesamt Bahnhofsplatz eine extra Passage \u00fcber die Busabfahrten gebaut worden, was damit Autos von den Fu\u00dfg\u00e4nger im Stra\u00dfenverkehr ebenfalls trennte. Leider galt dieses System nur f\u00fcr den Bahnhof, danach mussten wir wieder auf der Stra\u00dfe neben den Autos laufen. Das Kiko Hostel war etwas verwinkelt und nicht auf Anhieb leicht zu finden. Es war aber auch das einzige Hostel was uns f\u00fcr das Wochenende aufgenommen hatte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Uns fiel etwas sp\u00e4t ein, dass wir \u00fcber das Wochenende in Sendai verweilen wollten und auch dass zu diesem Zeitpunkt ein Festival war. Daher fanden wir \u00fcber die g\u00e4ngingen Hotel-\/Hostelportale kein bezahlbares Zimmer mehr. Verzweifelt fragten wir an der Touriinformation in Akita nach, ob diese nicht die Touristeninformation in Sendai nach letzten M\u00f6glichkeiten einer Unterkunft fragen k\u00f6nnte. Das einzige Hostel, was eigentlich ausgebucht war, aber uns trotzdem annahm war das Kiko Hostel. Unter der Bedingung, jede Nacht einen neuen Raum zu nutzen nahmen wir das Angebot dankend an. <\/p><cite>R\u00fcckblick in Akita<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Und da waren wir nun und klingelten an der T\u00fcre. Eine freundliche junge Dame \u00f6ffnete uns und wir checkten erst mal ein. Zu allem Gl\u00fcck verk\u00fcndete sie uns, dass wir f\u00fcr das gesamte Wochenende ein eigenes Zimmer bekommen w\u00fcrden, da viele G\u00e4ste vorzeitig wegen eines Taifuns abgereist sind. Der erste Moment wo wir in aller Stille uns bei dem Taifun bedankten, denn das Festival war bereits f\u00fcr den ersten von zwei Tagen abgesagt worden. Unser Zimmer war ein Raum im japanischen Stil mit Tatamimatten ausgelegt. Duschen, Waschbecken, Toiletten, sowie zwei K\u00fcchen und ein Wohnzimmer teilte man mit anderen Backpackern und dem Staff (Mitarbeitern), das teilweise im Hostel wohnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Es dauerte nicht lange, da sa\u00dfen wir auch schon mit dem Staff und G\u00e4sten auf einer Chouch, redeten \u00fcber eigene Erfahungen und tauschten Infos aus. Achja: und es gab nat\u00fcrlich auch Bier und Sake \ud83d\ude09 <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war check-out und letzter Tag in der Region Yamagata. 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