{"id":3108,"date":"2019-10-15T08:00:02","date_gmt":"2019-10-15T06:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=3108"},"modified":"2019-10-15T03:46:25","modified_gmt":"2019-10-15T01:46:25","slug":"die-zwei-staedte-tour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-zwei-staedte-tour\/","title":{"rendered":"Die zwei St\u00e4dte Tour"},"content":{"rendered":"<p>Trotz des langen Tages in Akita und Kakunodate mussten wir auch schon unsere Sachen packen. Denn am n\u00e4chsten Tag ging es f\u00fcr eine \u00dcbernachtung nach Akita. Da wir die Stadt bereits kannten, war unser Plan das Gep\u00e4ck am bahnhofsnahen Hotel abzugeben und dann mit dem n\u00e4chsten Zug weiter zu fahren. Unsere eigentlichen Ziele waren n\u00e4mlich s\u00fcdlich von Akita. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-08-track-akita-day-3-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3099\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-08-track-akita-day-3.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-08-track-akita-day-3-300x215.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2019-10-08-track-akita-day-3-768x550.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die hellblaue Route sind wir an dem Tag gefahren. Den Berg Haguro machten wir allerdings sp\u00e4ter.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der morgen verhie\u00df nichts Gutes, als wir im str\u00f6menden Regen die knapp 2 Kilometer mit Gep\u00e4ck zum Bahnhof von Funekoshi liefen. Auch Akita war kein st\u00fcckchen besser und hatte ebenfalls 15 Minuten Fu\u00dfweg in sich. Um nicht komplett na\u00df am neuen Hotel anzukommen, kauften wir uns wieder Regenschirme, denn in Japan gibt es nur die Kombination aus Wind UND Regen. Es half nichts, wir wurden richtig na\u00df \ud83d\ude00 Da check-in erst ab Nachmittag m\u00f6glich war, mussten wir die Tagesausfl\u00fcge in feuchter\/ nasser Kleidung in Kauf nehmen. Also gro\u00dfe Rucks\u00e4cke an der Rezeption abgeben und wieder zur\u00fcck zum Bahnhof hetzten. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kein Gl\u00fcck in Sakata<\/h2>\n\n\n\n<p>Zumindest erreichten wir den Zug nach Sakata, der Stadt die nicht nur f\u00fcr ihre Sakebrauereien bekannt war, sondern in dessen Namen auch das Kanji-Zeichen f\u00fcr Sake stand. In der Localtrain versuchten wir uns einigerma\u00dfen zu trocknen, was nur halb funktionierte. Wenigstens fuhren wir aus der schlechten Wetterfront raus. Der Reisef\u00fchrer lobte einen ganz bestimmten Tempel, in dem \u00dcberreste vergangener Priester aufbewahrt wurden. Die Sehensw\u00fcrdigkeit hie\u00df Kaikojio-Tempel. F\u00fcr mich interessant genug zu sehen, wie in Japan wichtige oder heilige Reliquien aufbewahrt und vereht wurden. Zumal ich das bisher nur aus dem Christentum kannte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits am Bahnhof wurden wir mit einem Schilderwald dirverser Tempel \u00fcberh\u00e4uft. Da wir nur den deutschen Namen und nicht die japanischen Zeichen kannten (bl\u00f6d, denn es ist alles auf japansich geschrieben und nicht im westelichen Alphabeth) peilten wir zun\u00e4chst die ungef\u00e4hre Richtung an. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Nach ca. 30 Minuten Gehweg erreichten wir auch schon einen H\u00fcgel mit Park, der nicht nur das Ende der Stadt, sondern auch die Grenze zum Meer markierte. Auf dem H\u00fcgel selbst waren ebenfalls gro\u00dfe Tempel zu besuchen, allerdings ohne gro\u00dfe Schilder, dass es sich hier um den Kaikoji Tempel handelte. Au\u00dferdem: und das war enorm \u00e4rgerlich, waren alle Tempel an dem Tag auch noch geschlossen!<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Wir suchten im Park einen Aussichtspunkt zum Meer. Der war durch Industrie und Fischerhafen leider nicht das Highlight der Stadt. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Also suchten wir zwischen dunklen Wolken und kaltem Wind nach weiteren Tempeln und fanden auch einige. Allerdings nicht, den den ich sehen wollte. Um die ganze Irrfahrt abzuk\u00fcrzen: es hatte nichts offen, wir hatten keine genauen Informationen und am Ende verwechselten wir den Kaikoji Tempel auch noch mit einen anderen. Da diese Sehensw\u00fcrdigkeiten ganz Besonders waren, wollte ich unbedingt wieder vorbei kommen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tsuruoka <\/h2>\n\n\n\n<p>Nach einem s\u00fc\u00dfen Brunch ging es dann wieder zur\u00fcck zum Bahnhof und mit dem n\u00e4chsten Zug nach Tsuruoka, s\u00fcdlich von Sakata und Akita. Wegen den Bummelz\u00fcgen zog sich alles in den Nachmittag, wehalb uns wenig Zeit f\u00fcr die Stadtbesichtigung blieb. Unser erstes Ziel war es, einen \u00dcberblick \u00fcber die Stadt und dem Busverkehr zu bekommen, da wir ein weiteres mal dorthin fahren wollten. Unser erster Host in Nikko, Yuichi, empfahl uns diese Stadt, da sie bekannt f\u00fcr einen Waldschrein war. Den wollten wir uns ebenfalls an einen gesonderten Tag anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Touristeninfo, die mehr japanisch als englisch konnte, bekamen wir alle Highlights der Stadt auf einer Karte.  Diese waren gut zu Fu\u00df erreichbar und umfassten einen Park. Also nichts wie hin \ud83d\ude42 Die Stadt selbst war wie Sakata nicht unbedingt der Burner. Man sah, dass vor vielen Jahren Geld in Fassaden und Promenaden investiert und diese seit dem nicht mehr gepflegt wurden. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Beim Schlo\u00dfpark angekommen, staunten wir \u00fcber die gro\u00dfen breiten Wege und der sch\u00f6nen Anlage die ein Gegenbild zu der Stadt darstellte. \u00dcber mehrere kleine Schreine ging es dann zum Shonai-Schrein, gespendet der F\u00fcrstenfamilie Sakai. Auch Burgresete waren hier und da zu sehen, allerdings sehr sp\u00e4rlich. Am Schrein konnte ich bei einem sehr freundlichen Priester mein Goushuincho mit einem mehrfarbigen Stempel bereichern.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>Es d\u00e4mmerte bereits, als wir den R\u00fcckweg antraten. Anstatt mit der Localtrain ging diesmal daf\u00fcr mit dem Schnellzug direkt zur\u00fcck nach Akita in unser Hotel. Dort mussten wir zun\u00e4chst einchecken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lokale Spezialit\u00e4ten<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch damit nicht genug. Da wir am Tag zuvor das\nAusgehviertel in Akita gesehen hatten, wollten wir dort unbedingt am gleichen\nAbend vorbei gehen. Nach dem versp\u00e4teten check-in ging es dann auch gleich los.\nEs war zwar unter der Woche, die Bars waren gut besetzt und die Restaurants\ngef\u00fcllt. Wir konnten uns anfangs nicht ganz entscheiden wohin wir gehen\nsollten. Eigentlich wollte ich wie in Sapporo dank Misa und Tomo in ein\nauthentisches, lokales Restaurant gehen. Allerdings waren diese Speisekarten\nhandschriftlich auf sehr komplizierten Zeichen geschrieben, weshalb wir nicht einmal\ndie Spezialit\u00e4t des Restaurants &nbsp;erkennen\nkonnten. Mitten auf der Stra\u00dfe wurde Alfred pl\u00f6tzlichen von einem Mann\nangesprochen, der mit seiner Frau gerade ein Restaurant verlie\u00df. Beide waren offensichtlich\nangetrunken, dennoch konnte sich ein Gespr\u00e4ch aufbauen. Wir f\u00fchrten etwas Smalltalk\nbis Alfred nach dem Restaurant fragte aus dem die beidem kamen. Sie empfahlen es\nuns wegen der regionalen K\u00fcche und dem sehr guten Sake, der dort ausgeschenkt\nwurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Das lie\u00dfen wir uns nicht entgehen und traten ein. Das Lokal hatten\ngleich auf der rechten Seite zwei separate R\u00e4umen, in denen Gruppen von bis zu\n8 Personen an einem Tisch sitzen konnten. Zum Betreten dieses Raumes musste nat\u00fcrlich\ndie Schuhe ausgezogen werden. Alle Tische dort waren bereits besetzt, weshalb\nunser Blick in Richtung Bar vor uns auf der linken Seite wanderte. Die Barbesitzerin\nbegr\u00fc\u00dfte und herzlich, eine \u00e4lterere Dame und kleiner als Alfred \ud83d\ude09 <\/p>\n\n\n\n<p>Sie bot uns zwei Pl\u00e4tze an der Bar an, an der auch ein weiterer \u00e4lterer Herr sa\u00df. Auch diese Spei\u00dfekarte war auf japanisch, sogar die Kosten der Spei\u00dfen mussten wir entziffern. W\u00e4hrend wir \u00fcber die Namen der Gerichte gr\u00fcbelten, sprach uns der Mann von der Seite an und empfahl uns gleich einen Sake, den wir auch gleich bestellten. Zu dem Sake stellte die Wirten zwei Sch\u00e4lchen mit Vorspeisen dazu. Der Herr erkl\u00e4rte uns, dass wenn wir sie annehmen w\u00fcrden, diese auch etwas kosteten. Wie viel konnte uns keiner sagen. Wir nahmen es dennoch an, um die kleinen Leckereien auszuprobieren. Ein Sch\u00e4lchen war mit gr\u00fcnen Pflanzen Halmen und gr\u00fcnen Knopsen gef\u00fcllt. Sie schmeckten neutral. Kaute man allerding zu lange darauf, zogen diese im Mund lange F\u00e4den. Der Mann erkl\u00e4rte uns, dass diese Speise saisonale Waren sei, die in den Bergen gepfl\u00fcckt worden ist. Das zweite Sch\u00e4lchen war mit Fischeiern gef\u00fcllt, die Alfred a\u00df. Er meinte, dass das die bisher leckersten Fischeier waren, die er bisher gegessen hatte. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach der kargen Vorspeise bestellten wir das beliebteste Geericht der G\u00e4ste. Es kam eine H\u00fchnersuppe, in einem gro\u00dfen Keramiktopf, in der ebenfalls saisonales Gem\u00fcse war. Eigentlich fast genau wie bei uns. Die Wirtin war so nett und \u00fcberreichte uns in kleinen Suppensch\u00fcsseln kleinere Portionen. \u00a0Es war eine sehr leckere H\u00fchnersuppe. Auch wenn wir etwas deftigeres uns erwartet hatten waren wir dennoch mit unserer Wahl zufrieden. Mittlerweile war auch unser Sakefl\u00e4schen leer und wir redeten viel mit den Herrn an der Bar. Das Gespr\u00e4ch war ein Mix aus Englisch und japanisch und umso l\u00e4nger wir uns unterhielten, umso philosophischer wurde der Smalltalk. Bald erreichten wir einen Punt, an dem wir den Herrn nicht mehr verstanden, der auf bestimmte kulturelle Unterschiede zwischen reisenden Japanern und Deutschen diskutieren wollte. Also Gespr\u00e4chsabbruch und eine weitere Runde Sake, die er uns ausgab. Als wir ihm ein Sch\u00e4lchen anbieten wollten, lehnte er ab: er durfte keinen Sake mehr trinken laut Arzt. Interessanterweise trafen wir immer wieder auf Japaner, die ab mittleren Alters keinen Alkohol mehr trinken durften. Lag es daran, dass Asiaten weniger vertrugen oder waren dies Einzelf\u00e4lle? <\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe des Abends wurden es immer weniger G\u00e4ste, bis wir als einzige \u00fcrbig blieb. Schnell a\u00dfen wir alles auf und verabschiedeten uns bei den Wirten. Die Frau war sehr ger\u00fchrt von unseren japansich Kenntnissen und erz\u00e4hlte uns, dass sie in dem Lokal so etwas wie eine Mutter f\u00fcr die G\u00e4ste sei. Sie selbst habe keine Kinder. Mich erinnerte die Dame an Masako in Nikko.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz des langen Tages in Akita und Kakunodate mussten wir auch schon unsere Sachen packen. &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-zwei-staedte-tour\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Die zwei St\u00e4dte Tour<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":3127,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-3108","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3108"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3108\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3182,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3108\/revisions\/3182"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3127"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}