{"id":2934,"date":"2019-10-12T15:32:29","date_gmt":"2019-10-12T13:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=2934"},"modified":"2019-10-12T15:32:31","modified_gmt":"2019-10-12T13:32:31","slug":"oga-stadt-der-masken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/oga-stadt-der-masken\/","title":{"rendered":"Oga &#8211; Stadt der Masken"},"content":{"rendered":"<p>Heute ging es nach Oga &#8211; Stadt des Namahage Festes. Mit dem Zug ging es an die K\u00fcste der Halbinsel.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"848\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/track-oga-shi-1024x848.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3072\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/track-oga-shi.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/track-oga-shi-300x248.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/track-oga-shi-768x636.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Unsere Route zur Oga Halbinsel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als wir ankamen waren\u00a0 bereits am und im Bahnhof Statuen und Bilder dieser Tradition aufgestellt und brummten auf englisch die Besucher an. F\u00fcr die Kinder allein reichte schon der Anblick dieser Statuen, um Angst zu bekommen und sie mieden direkt den Ort. In freudiger Erwartung auf die Stadt traten wir nach drau\u00dfen und sahen erst mal niemanden auf den Stra\u00dfen. Ern\u00fcchternd stellten wir nach einer kurzen Stadtbesichtigung fest, dass a) nur zwei Restaurants ge\u00f6ffnet hatte, b) wir die einzigen Touristen und c) die Stadt wirklich nicht sch\u00f6n war. Die L\u00e4den waren ziemlich herunter gekommen und die H\u00e4user h\u00e4tten dringend eine Grundsanierung gebraucht. Sogar die Tempel hatte alle geschlossen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Da das Stadtzentrum nicht interessant war, gingen wir wieder zum Bahnhof zur\u00fcck. Wir wollten uns dort \u00fcber einen Schrein informieren, der wenige Kilometer von Oga entfernt war. Der einzige Bus der fuhr, fuhr erst am Abend wieder und stand damit f\u00fcr uns au\u00dfer Frage. Doch die JR Station hatte mehr zu bieten. In einem Nebengeb\u00e4ude wurden Attraktionen und Information \u00fcber das Namahage Fest zusammen gestellt. Eine Foto Galerie zeigte die verschiedenen Masken, sowie das Brauchtum. Junge M\u00e4nner wurden bei der Anprobe der Strohverkleidung abgebildet und dann wie sie durch tiefen Schnee von Haus zu Haus zogen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Wir betrachteten diese Fotographien keine 5 Minuten, als wir von einem \u00e4lteren Herren angesprochen wurden. Er erkl\u00e4rte uns zun\u00e4chst den Ablauf des Festes und sprach in tiefer Stimme die S\u00e4tze der maskierten M\u00e4nner nach. Auch Alfred durfte ran, beziehungsweise musste \ud83d\ude00 <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191006_113456_HDR-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2919\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191006_113456_HDR.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191006_113456_HDR-225x300.jpg 225w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191006_113456_HDR-640x853.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Irgendwie jetzt schon gru\u00dfelig \ud83d\ude42<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Maske und Umhang lagen auf einem Tisch bereit und schon\nverwandelte sich Alfred in einen Namahage und stampfte umher. Das zog auch\neinige Besucher der Halle an und auch Kinder wollten danach die Sachen\nausprobieren. So nett auch die Attraktionen waren, sie f\u00fcllten dennoch keinen\nganzen Tag. Wir traten aus dem Bahnhof wieder raus und fragten uns, wie wir zu\nden besagten Tempel k\u00e4men. Ungl\u00fccklicherweise hatten wir wenig Bargeld dabei,\nzu wenig f\u00fcr ein Taxi und die Busverbindung war keine Option. Also blieb noch\neine M\u00f6glichkeite offen: trampen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Trampen<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend unseres Aufenthaltes am Towada See lernten wir ein junges M\u00e4dchen aus Bamberg kennen, die f\u00fcr ein Jahr durch Japan trampen wollte. Sie hatte bereits eine gute Strecke von Tokio bis zum See zur\u00fcck gelegt und konnte nur positiv \u00fcber diese Reisemethode berichten. Eigentlich war trampen nichts f\u00fcr uns \u2013 allerdings waren wir in diesem Moment in einer Ausnahmesituation und wollten den Tag noch bereichern. Also kauften wir mit den letzten Yen einen Block und Stift und schrieben unser Ziel in Kanji-Zeichen auf. Damit stellten wir uns an die Stra\u00dfe, die entlang der K\u00fcste zum Tempel f\u00fchrte. Tats\u00e4chlich fuhren einige Fahrzeuge in die Richtung, doch die ersten fuhren an uns vorbei. Dennoch dauerte es keine 10 Minuten, bis ein \u00e4lterer Herr in seinem Auto umdrehte und uns einsteigen lie\u00df. Wir versuchten w\u00e4hrend der Fahrt ein Gespr\u00e4ch aufzubauen, doch der \u00e4ltere antwortete sehr abgehackt und im Dialekt, sodass wir ihn kaum verstehen konnten. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Die Fahrt war etwas komisch. Als wir endlich den kleinen Fischerort Monzen erreichten, standen wir am Beginn zum Weg. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Scheitern der D\u00e4monen<\/h2>\n\n\n\n<p>Zum Akagami-Goshado-Schrein f\u00fchrten 999 Stufen nach oben. Die Legende besagt, dass diese Stufen von D\u00e4monen \u00fcber Nacht erbaute wurden. H\u00e4tten die D\u00e4monen bis Tagesanbruch 1000 Stufen geschafft, h\u00e4tten sie die Macht \u00fcber die M\u00e4dchen im Ort gehabt \u2013 wobei dieses Unterfangen scheiterte. Zur\u00fcck blieben die vielen Stufen bis zum Tempel, die wir nat\u00fcrlich aufsteigen wollten. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber einen dunklen Waldpfad gingen die steinernen Treppenstufen nach oben. Die Stufen waren teilweise uneben, lagen schr\u00e4g im Berg und in sehr kurzen Abst\u00e4nden eingesetzt. Dies war die einzige Herausforderung f\u00fcr uns \u2013 da der Weg im Schatten verlief war es angenehm k\u00fchl. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir erreichten einen gr\u00f6\u00dferen Tempel auf der Strecke, den man auch h\u00e4tte anfahren k\u00f6nnen. Den Anfang der Tempelanlage stellte ein gro\u00dfes Tor dar, in dem zwei gro\u00dfe Steinfiguren standen. Die Anlage selbst war schlicht und verband einen kleinen Garten mit Friedhof. Links vom Tempel f\u00fchrten die Steintreppen weiter nach oben. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die f\u00fcnf Waldschreine<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Weg f\u00fchrte wieder durch den Wald. Diesmal mussten wir auf gro\u00dfe Spinnennetzte Acht geben, die sich \u00fcber den Pfad spannten. Wir gelangten an ein Tori, das ab dort seinen Weg ver\u00e4nderte. \u00dcber gr\u00f6\u00dfere Streintreppen gelangten wir auf eine Lichtung, auf der f\u00fcnf kleine Schreine standen. Diese waren f\u00fcnf chinesischen G\u00f6ttern gewippnet, welche genau konnte ich nicht erfahren. In der Mitte des Platzes stand eine gro\u00dfe Zeder, um die ein wei\u00dfes Seil gelegt worden war und als Erkennungsmerkmal f\u00fcr den Shintoismus stand.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend wir uns erholten, erreichten weitere Wanderer die Schreine und verbeugten sich vor ihnen. Nach einer Weile standen wir auf und traten den R\u00fcckweg an. Wieder im Fischerort Monzen angekommen, suchten wir vergeblich nach einem Lokal. Wir passierten ein G\u00e4stehaus, wo eine \u00e4ltere Dame die Zimmer sauber machte und kamen ins Gespr\u00e4ch. Wir erz\u00e4hlten ihr von der Wanderung zu den Schreinen und klagten \u00fcber die schlechte Busverbindung. Der n\u00e4chste Bus kam erst sp\u00e4t am Abend. Da kam sie pl\u00f6tzlich aus dem Haus und dr\u00fcckte uns Getr\u00e4nke und Keckse in die Hand, die wir f\u00fcr die Wartezeit verzehren konnten. Ich kann nicht aufh\u00f6ren zu betonen, dass die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Japaner ungemein gro\u00df ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg zur Bushaltestelle entschieden wir spontan, es wieder mit dem Trampen zu versuchen. An einer Kurve standen wir mit dem Schild und warteten auf vorbeifahrende Autos. Diesmal dauerte es etwas l\u00e4nger, etwa 15 Minuten. Ein Herr mittleren Alters lie\u00df uns einsteigen. Diesmal konnten wir gut Smalltalk f\u00fchren und Erfahrungen zur Oga-Halbinsel austauschen. Wir lie\u00dfen uns zum Michi no Eki fahren, der f\u00fcr sein Restaurant sehr bekannt war. Alfred bestellte die regionale Spezialit\u00e4t &#8211; eine z\u00e4he Masse aus Seegras, Reis und Ei. Es wurde nicht Alfreds Lieblingsessen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p>Nach dem Dinner ging es f\u00fcr uns wieder zur\u00fcck mit der Bahn ins Hotel. M\u00fcde aber um einige Erfahrungen mehr schliefen wir schnell ein.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ging es nach Oga &#8211; Stadt des Namahage Festes. 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