{"id":2791,"date":"2019-10-10T08:30:09","date_gmt":"2019-10-10T06:30:09","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=2791"},"modified":"2019-10-10T02:30:38","modified_gmt":"2019-10-10T00:30:38","slug":"vulkane","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/vulkane\/","title":{"rendered":"Vulkane"},"content":{"rendered":"<p>Wir kamen am Toya-See Michi no Eki sp\u00e4t in der Nacht an und\nlegten uns gleich schlafen. Am n\u00e4chsten Tag ging es fr\u00fch raus, denn es gab\neiniges zu besichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Toya See entstand durch einen Vulkanausbruch und wurde durch Regenwasser gespeist. In der Mitte erheben sich zwei gro\u00dfe und vier kleine Inseln, die allerdings keine Vulkane, sondern nur Gestein sind. Am s\u00fcdlichen Teil vom Toya-See erhoben sich Usu Zan und Showa-shinzan, zwei heute noch aktive Vulkane und damit unser erstes Tagesziel. Mit dem Camper ging es den Berg rauf bis zur Seilbahn-Talstation. Auf dem geb\u00fchrenpflichtigen Parkplatz konnte man den kleineren Berg, Showa-shinzan, direkt fotografieren. Eigentlich wollten wir von unten auch ein Foto machen, doch die ersten Touristenbusse waren bereits angekommen und eine Menge an chinesischen Touristen machte sich am Fotospot breit. Wir entschieden uns daher direkt die Seilbahn anzupeilen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf dem Vulkan<\/h2>\n\n\n\n<p>An der Bergstation angekommen, hatte man einen guten Blick auf den Toya-See. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Der Vulkan Usu Zan war der bisher aktivste Vulkan. Seine Ausbr\u00fcche im letzten Jahrhundert wurden genau untersucht. Der letzte war \u00fcbrigens 2015! In den 1970er Jahren war die Eruption so gewaltig, dass sich das Bergbild ver\u00e4ndert hatte. Seitdem gab es kleinere Ausbr\u00fcche in k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden. Wir f\u00fchlten uns dennoch sicher, da bisher vor jedem Ausbruch kleine Erdbeben die Vorzeichen waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Von der Aussichtsplattform zum Toya-See konnte man zu einer weiteren am Kraterrand laufen. Die Aussicht war zwar gut, doch ich erkannte einen kleinen Wanderweg, der weiter entlang des Kraters f\u00fchrte. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Also ging es f\u00fcr uns die n\u00e4chsten 30 Minuten einige hundert Treppenstufen hinunter. Von dort liefen eine gute Stunde bis zum s\u00fcdlichsten Aussichtspunkt auf den Krater. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Es hatte sich wahrlich gelohnt! Neben dem Hauptkrater konnte man weitere \u00d6ffnungen erkennen, aus denen es rauchte. Der Augenblick war eine Gef[hlsmischung aus dem Gef\u00e4hrlichen und der Faszination. An diesen Stellen die Aktivit\u00e4t eines Vulkanes mit eigenen Augen sehen zu k\u00f6nnen, machte mir bewusst, wie verletzlich wir eigentlich waren. \u00dcbrigens waren diese Rauchs\u00e4ulen nicht nur auf der anderen Seite des Berges, sondern auch wenige Meter von uns entfernt. Auch dies zeigte, dass wir einige Meter direkt \u00fcber hei\u00dfer Gesteinsmasse standen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Irgendwie etwas be\u00e4ngstigend \u2013 aber auch ziehmlich cool! Wie an jedem Aussichtspunkt in Japan gab es nat\u00fcrlich auch hier ein Toilettenh\u00e4uschen. Kurz bevor man rein ging, hingen an der Wand ca. 10 Schutzhelme. Man kann ja nie wissen.  Wir traten den nun beschwerlichen R\u00fcckweg an und kamen nach einer knappen Stunde Treppensteigen endlich wieder am offiziellen Aussichtspunkt der Bergstation an. Verschwitzt nahmen wir die n\u00e4chste Seilbahn runter und nahmen mit dem Auto Kurs auf unser n\u00e4chstes Ziel, das ca. 25 km entfernt war.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das H\u00f6llental<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ging in das Jetsu Tal, besser bekannt als das H\u00f6llental. Die hei\u00dfen Quellen, die teilweise zwischen 60 und 100 Crad Celsius hatten, gelangten in diesem Abschnitt an die Oberfl\u00e4che und tauchten mit ihren Schwefeld\u00e4mpfen die Gesteine in verschiedene Farben. Das Gebiet streckte sich \u00fcber das H\u00f6llental, einem Fu\u00dfbad und einem See oberhalb des H\u00f6llentals. In dem Gebiet waren auch viele Wanderwege angelegt. Am Eingang des H\u00f6llentals entstand ein Onsenparadies. Das Tal war auch bei vielen Touristentouren ein beliebter Anhaltspunkt, weshalb in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Gruppen zum Eingang des Tales liefen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir parkten direkt an einem der Geb\u00fchrenpflichtigen Parkpl\u00e4tze \u2013 auch um so nahe wie m\u00f6glich am Tal zu sein. \u00dcber einen gepflasterten Vorplatz ging es dann los. Die Wege waren gut ausgebaut und Informationstafeln zeigten alle Besonderheiten \u00fcber das Tal auf. Das sch\u00f6ne war, dass man bereits auf dem Vorplatz einen sehr guten Blick in das Tal hatte, wo es an vielen Stellen rauchte und zischte. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>Ein Holzweg f\u00fchrte in das Tal hinein, vorbei an Schwefeld\u00e4mpfen und auch an einem kleinen Schrein. Immer wieder gluckerte es unter oder neben dem Weg. Obwohl es an dem Tag um die 18 Grad Celsius Lufttemperatur hatte, konnte man in der Oberfl\u00e4che des ausgetretenen Wassers Verdunstungen erkennen. Es musste also schon sehr hei\u00df gewesen sein. Das schwefelhaltige Wasser f\u00e4rbte auch das Gestein in den Bachbecken in einer Farbe, die zum Beispiel gelb oder rot war. W\u00e4hrend man sich immer tiefer in das Tal bewegte, merkte man, dass man auf einem Dampfkessel stand, der von allen Seiten brodelte. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p>Mich beeidruckten die unterschiedlichen Farbspiele, in denen\ndas Tal gef\u00e4rbt war. Die gelblich-gr\u00fcnen Farbpigmente auf der rot-braunen Erde sah\nin der Natur genauso sch\u00f6n wie auf den Fotos aus. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir liefen einen kleinen Rundweg, vorbei an chinesischen Touristen,\nwieder zur\u00fcck zu unserem Auto und fuhren den h\u00f6hergelegenen See an. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Oyunuma See war ebenfalls ein Schwefelsee, mit einem Zufluss von S\u00fc\u00dfwasser. Die unterschiedlichen chemischen Zusammensetzungen konnte man durch die klare Trennung dieser Fl\u00fcssigkeiten erkennen. An manchen Stellen war das Wasser so hei\u00df, dass es an einigen Stellen sogar kochte. \u00dcberhaupt dampfte und brodelte der ganze See und zog dicke D\u00e4mpfe \u00fcber sich her. Neben dem Oyunuma See lag auch ein kleiner See gegen\u00fcber, den man ebenfalls besichtigen konnte. Mit seinen Sch\u00e4umungen am Ufer, die in gr\u00e4ulicher Farbe angeschwemmt wurden, sah dieses Gew\u00e4sser sehr mystisch aus. Auch hier roch es nach faulen Eiern. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wild auf der Stra\u00dfe<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir setzten unseren Weg fort und erreichten ein Wunschziel von Alfred. Auf dem Weg dorthin begegneten wir erneut Wild auf der Fahrbahn. Wie bereits im Osten der Insel war auch hier viel Wild nachts und tags\u00fcber unterwegs. Auf unseren Fahrten z\u00e4hlte ich insgesamt 13 Rehe und 6 F\u00fcchse, die entweder direkt am Stra\u00dfenrad sa\u00dfen bzw. a\u00dfen oder die Stra\u00dfe \u00fcberqueren wollten. Man musste schon ein gutes Auge in der Nacht haben und sehr wachsam sein. Dieses Exemplar war \u00fcbrigens ein Hirsch mit gro\u00dfem Geweih. Gl\u00fccklicherweise blieb er einfach nur am Stra\u00dfenrad stehen und schaute uns beim Vorbeifahren zu.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_135943-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2730\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_135943.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_135943-300x225.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_135943-768x576.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_135943-730x547.jpg 730w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_135943-640x480.jpg 640w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_135943-820x615.jpg 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Was f\u00fcr ein Geweih. Zum Gl\u00fcck war stand der Hirsch ruhig an der Stra\u00dfe.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der mystische See<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Kuttara See sah in seiner gleichm\u00e4\u00dfigen Runden Form schon auf der Karte sehr sch\u00f6n aus. Da er einen Katzensprung mit dem Auto entfernt war, wurde er unser letzter Halt bevor es wieder zum Toya See zur\u00fcck ging. Als wir den See erreichten, lagen bereits die Wolken tief in den umliegenden Bergen und versperrten die Sicht auf ein Panorama. F\u00fcr uns war das allerdings nicht tragisch. Der urige Anblick mit der kreisrunden Form und den kleinen Waldst\u00fccken luden dennoch zu einer l\u00e4ngeren Rast ein \u2013 zumal man hier auch etwas abseits des Tourismus lag. Ein bereits geschlossener Bootsverleih lie\u00df aber darauf vermuten, dass der See im Sommer gut besucht war. Wir warfen unseren Campingkocher an und kochten uns eine T\u00fctensuppe, die wir mit dem sch\u00f6nen Ausblick genossen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_143709-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2732\" srcset=\"https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_143709.jpg 1024w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_143709-300x225.jpg 300w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_143709-768x576.jpg 768w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_143709-730x547.jpg 730w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_143709-640x480.jpg 640w, https:\/\/vollweiler.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG_20191003_143709-820x615.jpg 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Suppe geht immer!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Toyasee hielten wir zur D\u00e4mmerung kurz f\u00fcr ein paar Fotos\nan. Wir waren mittlerweile am Ende unserer Campingreise angekommen und\npassierten in der Nacht den See, um ein gutes St\u00fcck R\u00fcckfahrt vorweg zu nehmen.\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir kamen am Toya-See Michi no Eki sp\u00e4t in der Nacht an und legten uns &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/vulkane\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Vulkane<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":2679,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2791","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2791"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2791\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2851,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2791\/revisions\/2851"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2679"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}