{"id":2304,"date":"2019-10-05T08:00:55","date_gmt":"2019-10-05T06:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=2304"},"modified":"2019-10-05T07:52:55","modified_gmt":"2019-10-05T05:52:55","slug":"eine-baerige-angelegenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/eine-baerige-angelegenheit\/","title":{"rendered":"Eine b\u00e4rige Angelegenheit"},"content":{"rendered":"<p>Wie am Tag zuvor beschrieben, standen wir heute fr\u00fch auf. Um 5 Uhr klingelte der Wecker, denn wir wollten noch vor dem Sonnenaufgang am Meer sein. Innerhalb von 10 Minuten waren wir am Strand und sahen auch einige Fischer. Auf was genau hier geangelt wurde, konnte mir Alfred leider nicht sagen. Und dann pl\u00f6tzlich verflogen die Wolken und der rote Feuerball erschien am Horizont. Es war ein magischer Moment f\u00fcr uns. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Nach wenigen Minuten war alles vorbei und der Tag begann. Auch unsere Reise ging weiter in den S\u00fcdosten des Landes. Wir erreichten eine Zwischenstation, die ein Wasserfall war.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p> Am sp\u00e4ten Vormittag erreichten wir die Stadt Utoro und strandeten erst mal bei einem Michi no Eki. An der Touristeninformation h\u00f6rten wir von Bootsaufl\u00fcgen an der K\u00fcste Shiretokos, wobei die Touren bis zum Kap nur noch diesen Tag fuhren. Wir entschieden uns f\u00fcr eine Fahrt. Da uns etwas Zeit verblieb, fuhren wir zum Nationalpark-Informationszentrum, um uns f\u00fcr weitere Bergtouren zu informieren. Da der Nationalpark im Territorium der B\u00e4ren liegt, bekamen wir eine kurze Einweisung \u00fcber das Verhalten im Gebiet. Dar\u00fcber hinaus sahen wir in einem Kalender wann und wo bisher B\u00e4ren gesichtet wurden und wo die riskanten Stellen waren. Wir wollten auch noch zu Seen fahren, diese waren allerdings f\u00fcr die n\u00e4chsten Tagen wegen B\u00e4renwanderung geschlossen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Bootstour mit Aussicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Wieder zur\u00fcck im Hafen versuchten wir noch etwas zu Essen. Jedoch stellten wir fest, dass der Treffpunkt der Bootstour fr\u00fcher war als geplant. Also kein Essen und mit leeren Magen aufs Boot. Hier kam wieder die japanische Ordnung hervor, da zu Beginn alle Teilnehmen in einer Schlage standen und bei aufgerufenen Namen ihren Platz auf dem Boot ausw\u00e4hlen durften. Wir entschieden uns \u00fcbrigens vorne am Bug zu sitzen, um eine optimale Aussicht zu genie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir extra dicke Jacken bekamen, fuhr das Boot auch schon los.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Von Utoro ging es die K\u00fcste rauf bis zur \u00e4u\u00dfersten Spitze. Die felsige und eingeschnittene Landschaft kombiniert mit den Herbstfarben der B\u00e4ume sah beeindruckend aus. Immer wieder versuchte ich einen Blick nach einen B\u00e4ren zu erhaschen, konnte jedoch keinen sehen. An der K\u00fcste waren einige steile Buchten zu sehen, manchmal auch H\u00f6hlen. \u00a0Wir fuhren in einige dieser ausgewaschenen Buchten und konnten f\u00fcr wenige Minuten die Felsen und Formen betrachten.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Das Boot fuhr immer wieder n\u00e4her an Str\u00e4nde, die bei B\u00e4ren beliebte Pl\u00e4tze waren. Als wir uns dem ersten Strand n\u00e4herten, waren bis auf Wild und Adler keine B\u00e4ren zu erkennen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>Wir wussten, dass man am Vormittag die besten Chancen auf B\u00e4rensicht hatte, dennoch investierten wir in diese Fahrt, in der Hoffnung vielleicht doch einen zu sehen. Das Boot peilte die n\u00e4chste Bucht an. Und tats\u00e4chlich: zwischen den Felsen trottete ein dunkler B\u00e4r umher, auf der Suche nach etwas zu Essen. Er registrierte kurz unser Boot, merkte, dass es nichts interessantes mehr gab und verwand wieder zwischen den Felsen. Es war wahnsinnig beeindruckend, einen B\u00e4ren in freier Wildbahn zu beobachten. Sein Fell war sehr dunkel, sodass man ihn von Boot fast \u00fcbersehen h\u00e4tte, und man ihn f\u00fcr einen Schatten gesehen h\u00e4tte. Er bewegte sich fl\u00fcssig und machte den Eindruck, dass er die Bucht bereits kannte, da er gezielt auf bestimmte Stellen zuging. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p>Nachdem er nicht mehr zu sehen war, fuhr das Boot wieder weiter an der K\u00fcste entlang. Wir waren mittlerweile eine gute Stunde auf dem Boot unterwegs und froren durch den Fahrtwind etwas. F\u00fcr Fotografin Julia aber kein Grund die Kamera wegzulegen. Alfred meinte sp\u00e4ter, ich habe alles fotogarfiert was es gab. Auch das Boot selbst schwankte dank zunehmenden Wellengang stark, weshalb ich extrem froh um meinen leeren Magen war. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p>Ab der n\u00f6rdlichsten Spitze dreht das Boot um und fuhr \u00fcber das Meer zur\u00fcck. Laut Tourbeschreibung sollten bei guten Verh\u00e4ltnissen auch Delphine oder sogar Wale zu sehen sein. Leider zeigte sich an dem Tag kein Wassertier. Daf\u00fcr fuhr das Boot wieder zur\u00fcck zum ersten Strand und siehe da, es zeigten sich auch dort noch B\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine B\u00e4renmutter streifte mit ihrem verspielten Kind umher. Das Kleine war unglaublich s\u00fc\u00df, da es immer wieder etwas zum spielen entdeckte und die Mutter ungeduldig warten lie\u00df. Als sie das Boot entdeckte, wollten sich beide zun\u00e4chst zwischen Steinen und einen Netzhaufen verstecken. Doch das Baby war einfach nicht zu bremsen und so dauert es nicht lange, bis das Kleine seine Nase in die Luft streckte und dann auch schon auf die Netzte kletterte. Schlie\u00dflich gab die Mutter auf und lenkte ihre Route wieder zur\u00fcck in die Berge.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n\n\n\n<p>Das war das Beste, was wir an Sightseeing mitnehmen konnten.\nEs war eine tolle Erfahrung die Tiere so nah und real sehen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr uns,\nunsere ersten B\u00e4ren in der Wildnis und ein pr\u00e4gendes Erlebnis. <\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter am Abend, nach dem Abendessen, fuhren wir mit dem\nCamper zu einen h\u00f6her gelegenen Onsen. Wir wollten diesmal nicht baden gehen \u2013\nnoch nicht. Denn der Ort war auch gleichzeitig Beginn einer 9 st\u00fcndigen\nWanderung zum h\u00f6chsten Berg im Nationalpark. Dreimal k\u00f6nnt ihr raten, was wir\nam n\u00e4chsten Tag vor hatten \ud83d\ude09<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie am Tag zuvor beschrieben, standen wir heute fr\u00fch auf. 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