{"id":1736,"date":"2019-09-24T16:50:21","date_gmt":"2019-09-24T14:50:21","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=1736"},"modified":"2019-09-24T16:51:16","modified_gmt":"2019-09-24T14:51:16","slug":"urvoelker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/urvoelker\/","title":{"rendered":"Urv\u00f6lker"},"content":{"rendered":"<p>Zweiter Tag in Aomori. Wir haben bereits bei unseren Hosts ein Fr\u00fchst\u00fcck gebucht und bekamen ein reiches, westliches Fr\u00fchst\u00fcck. Neben einem kleinen Kartoffelsalat gab es Toast mit Marmelade und Ei mit Speck, sowie gr\u00fcner Salat und ein s\u00fc\u00dfer Nachtisch. Wir besprachen unsere Pl\u00e4ne f\u00fcr den Tag und entschieden uns f\u00fcr ein Outdoor Museum \u00fcber eine bis heute r\u00e4tselhafte Ausgrabung. Dar\u00fcber hinaus unterhielten wir uns sehr viel \u00fcber die allt\u00e4glichen Dinge. So erkl\u00e4rte uns unser Host, der bereits im Rentenalter war, dass er seit kurzem an Computerkursen teilgenommen hat. Bisher hatte er nicht einmal einen PC bei sich zu Hause stehen. Er erz\u00e4hlte auch, dass die mehrheitliche Bev\u00f6lkerung Japans \u00fcber 65 sei und die meisten kaum, bis keinen Anschluss zur Technik hatten. Uns wurde bei diesem Gespr\u00e4ch auch der Generationenkonflikt bewusst. <\/p>\n\n\n\n<p>Bevor es zum Museum ging, wollten wir allerdings einen\nAbstecher am Hafen machen, um herauszufinden ob F\u00e4hren am gleichen Tag noch\nfuhren. Es ging darum, dass ein Taifun die s\u00fcdlichen Inseln Japan bereits\nerreichte und nach Hokkaido steuerte. Wir wurden daher schon vorgewarnt, dass\nvermutlich keine F\u00e4hren fahren w\u00fcrden, was allerdings erst Montag Mittag\nbetr\u00e4fe. Folgend wollten wir die erste F\u00e4hre am Montag in der Fr\u00fch um 2 Uhr\nnehmen, um dem Taifun zu entkommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Unser Host war so freundlich und fuhr uns mit dem Auto zum Hafen und danach direkt zum Museum, welches au\u00dferhalb der Stadt lag. Ungew\u00f6hnlich war, dass in seinem Auto auch ein Fernseher w\u00e4hrend der Fahrt lief. Dies war uns bereits bei vielen, \u00fcber Nacht parkenden Autos aufgefallen, in denen Japaner \u00fcbernachteten. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sannai-Maruyama Museum<\/h2>\n\n\n\n<p> An dem Terminal der F\u00e4hrengesellschaft angekommen, reservierten wir unsere Pl\u00e4tze, wobei auch unser japanisch beim Ausf\u00fcllen der Formulare sehr weiter half. Danach ging es zum Museum, das au\u00dferhalb der Stadt lag. \u00dcber eine gro\u00dfe Einfahrt gelangten wir in das Areal, welches sich aus dem Au\u00dfenteil und einem Museumsgeb\u00e4ude aufteilte. Der Eintritt war frei. Neben allgemeinen Informationen \u00fcber die Lebensweise der Urv\u00f6lker in der Pr\u00e4fektur Aomori, wurden einige kleine Workshops angeboten. Kinder hatten die M\u00f6glichkeit, ihre F\u00e4higkeiten zu testen, wie beispielsweise Feuer \u00fcber die Reibung von zwei Holzstecken zu entwickeln.  <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Mittelpunkt des Museums waren einige Ausgrabungen, die \u00dcberdacht gezeigt wurden. Es ging dabei vor allem um sechs in der Erde liegende Baumst\u00fcmpfe, die auf eine gro\u00dfe Konstruktion hinwiesen. Eine solche Abbildung, nach aktueller Forschung, wurde vor der Ausgrabung im Freien nachgestellt. Jedoch Nutzen und welches Volk dies benutzt habe, konnte nicht gekl\u00e4rt werden. Dar\u00fcber hinaus gab es Ausgraben zu Kindergr\u00e4bern und Reste \u00fcber Tonproduktion.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p> Der Hunger dr\u00e4ngte uns in das n\u00e4chste Restaurant auf dem Gel\u00e4nge. Dort a\u00dfen wir unser ersten Kastanien-Softcream-Eis, das richtig gut schmeckte. (Mittlerweile ist das Thema Herbst in nahezu allen Bereichen Japans angekommen.) Im Innenhof des Museumsgeb\u00e4udes wurde Programm f\u00fcr die Besucher angeboten.  <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p> Traditionelle Tanzgruppen f\u00fchren rituelle T\u00e4nze \u00fcber Drachenbeschw\u00f6rung auf. Dabei wurden die T\u00e4nzer durch eigene Musikgruppen begleitet und damit die zu erz\u00e4hlende Geschichte repr\u00e4sentiert. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Am Nachmittag ging es f\u00fcr uns zur\u00fcck zu unserer Unterkunft. Wir schliefen bis Mitternacht f\u00fcr einige Stunden. Unser Host empfahl uns, ein Taxi zu rufen. Es kam zwar p\u00fcnktlich, war aber f\u00fcr die 7 Minuten mit umgerechnet 15 Euro unheimlich teuer. Uns blieb nichts anderes \u00fcbrig: zu dieser Uhrzeit fuhren keine \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel. Wir warteten weitere eineihalb Stunden bis die F\u00e4hre eintraf. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber Nacht auf dem Schiff<\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor wir aufs Deck kamen begr\u00fc\u00dfte uns und die anderen G\u00e4ste bereits die ganze Besatzung vor dem Schiff. Ein Vorteil f\u00fcr die unchristliche Zeit: es war nicht viel los, was f\u00fcr uns, die kein Zimmer gebucht hatten, genug Platz f\u00fcr eine Schlafm\u00f6glichkeit bot. Auf dem Schiff, das knapp 200 G\u00e4ste aufnehmen konnte und damit eines der Kleinsten war, gab es allgemeine Schlafkabinen. In einen kleinen Vorraum wurden die Schuhe ausgezogen, danach konnte man den Teppichboden betreten. Eine Kissenleiste bot etwas Komfort, dennoch war die Nacht kurz. Als wir wieder aufwachten, d\u00e4mmerte es bereits und das Festland von Hokkaido war bereits in Sichtweite. Der sch\u00f6ne Anblick wurde durch tiefe Regenwolken getr\u00fcbt, die Vorboten f\u00fcr das Wetter am Tag waren.  <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweiter Tag in Aomori. 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