{"id":1053,"date":"2019-09-14T02:24:53","date_gmt":"2019-09-14T00:24:53","guid":{"rendered":"https:\/\/vollweiler.eu\/?p=1053"},"modified":"2019-09-14T02:30:47","modified_gmt":"2019-09-14T00:30:47","slug":"die-waelder-von-nikko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-waelder-von-nikko\/","title":{"rendered":"Die W\u00e4lder von Nikko"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir haben zwei volle Tage f\u00fcr Nikko eingeplant und wollten diese auch ausnutzen f\u00fcr Kultur und Natur. Zun\u00e4chst wollten wir uns einen genaueren \u00dcberblick von der Gegend machen, nachdem wir bereits gestern uns mit dem Busfahrplan vertraut gemacht hatten. Dank unserem Host Yuchi wussten wir von zwei Wanderwegen, an denen sich Schreine befanden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Waldschreine<\/h2>\n\n\n\n<p>Da es an dem Tag wieder warm wurde, entschieden wir uns f\u00fcr eine Route durch den Wald. Wir fuhren also mit dem Bus wieder in die Berge und stiegen zentral zu den gro\u00dfen Tempeln aus. Eigentlich wollte wir diese ebenfalls besuchen, doch wegen des gro\u00dfen Andrangs entschieden wir uns f\u00fcr abgeschiedenere Wege.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits nach den ersten Metern begegneten wir einem Schrein, der zwar abgeschlossen, doch ruhig gelegen war. Wir \u00fcbernahmen auch einige Traditionen, wie beispielsweise die Verbeugung vor dem Tor. Hinter der Anlage fanden wir in einer nat\u00fcrlichen Ausbuchtung weitere Statuen chinesischer G\u00f6tter, die ebenfalls in den gro\u00dfen Tempeln angebetet werden. Der Pfad verlief auf einer alten, steinernen Stra\u00dfe. Neben diesem romantischen Bild musste man allerdings aufpassen, da der Boden feucht und die Platten mit Moos bedeckt waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg befanden sich gro\u00dfe rote Tempel, aber auch kleine Schreine einzelner Gottheiten. Im Shintoismus werden vor allem nat\u00fcrliche Dinge oder Lebewesen angebet. Der Glauben ist auch mit dem Buddhismus verbunden, weshalb die Grenzen \u00fcberflie\u00dfen. Eine beispielhafte Form des Shintoismus bildeten drei B\u00e4ume, um die eine wei\u00dfe Kette lag. Ein Schild davor beschrieb die Wichtigkeit dieser Pflanzen. Auch die fr\u00fchere Sakeherrstellung ist eng mit der Religion verbunden. Dabei wurden die Reisk\u00f6rner zerkaut und f\u00fcr eine Zeit in einem Schrein gegoren. Dieses Ritual stellt der Schrein mit den F\u00fcchsen davor dar.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend unserer Wanderung trafen wir auf einen Australier und schlossen uns f\u00fcr ein St\u00fcck des Weges zusammen. Er war f\u00fcr 3 Wochen in Japan, wobei der junge Mann nach Nikko wegen der Natur gekommen ist. Auch dieses Argument f\u00fcr die Reise h\u00f6rten wir oft von Besuchern. Dar\u00fcber hinaus kamen viele Touristenbusse in die Stadt, meist von japanischen Schulen aus dem Tokioter Umland oder Senioren. Allein die Kombination zwischen Wanderungen, Tempelbesichtigungen und Oasen macht die Region zu einem Besuchermagneten. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Schifffahrt<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Nikkopass waren nicht nur Busse, sondern auch F\u00e4hre und Seilbahn enthalten. Letzteres konnten wir wegen schlechter Anbindung und Wetterlage nicht einl\u00f6sen. Oberhalb der Tempelwege lag ein See, auf dem man mit einer Rundfahrt die Umgebung besichtigen konnte. Diese Fahrten sind besonders zur Herbstlaubverf\u00e4rbung sehr beliebt &#8211; leider waren wir zu fr\u00fch dran. Das Schiff fuhr einige Stationen an, wobei an einer dieser Stationen wieder Schulklassen einstiegen. Die Kinder verteilten sich auf das Schiff und kamen auch in unsere N\u00e4he. Nach wenigen Momenten der Zur\u00fcckhaltung wurden wir auf englisch mit &#8222;Hello&#8220; angesprochen. Alfred antwortete mit &#8222;Konnichiwa&#8220;. Davon waren die Jungs so baff, dass sie auf japanisch ihren Mitsch\u00fclern gleich erz\u00e4hlten, dass der Blonde Type doch tats\u00e4chlich japanisch sprechen kann \ud83d\ude00<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tempelweg in der D\u00e4mmerung<\/h2>\n\n\n\n<p>Es wurde schon bald Abend, doch ich wollte dennoch in einen weiteren Tempel gehen. \u00dcber eine Br\u00fccke gingen wir einen Pfand zwischen Wald und einer Stra\u00dfe entlang. Auch auf dieser Route musste man nicht lange gehen, ehe die ersten M\u00f6nchsstatuen zu erkennen waren. Jede Figur war individuell gestaltet worden und in der D\u00e4mmerung sahen sie lebensecht aus. zum Gl\u00fcck war der Weg gut ausgeschildert, weshalb wir zum Anbruch der Nacht rechtzeitig zur Hauptstra\u00dfe zur\u00fcck fanden. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir mit dem Bus zur\u00fcck in Nikko waren, stellten wir entt\u00e4uscht fest, dass kein Restaurant mehr ge\u00f6ffnet hatte. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Kampeiiii&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklicherweise kannte unser Host einige immer noch offene Restaurants und empfahl uns eines mit einer englisch Sprechenden Besitzerin. Kaum angekommen, bekamen wir ein englisches selbst gemachtes B\u00fcchlein mit allen angebotenen Speisen. Besonders s\u00fc\u00df waren die kleinen Zeichnungen zu jedem Menu. Das Restaurant war sehr einfach: Neben drei Tischen konnte man auch am Tresen sitzen, was unsere Pl\u00e4tze waren. Der Raum war klein und wenig Platz zwischen den Tischen vorhanden. An der Wand stapelten sich verschiedene Sake Flaschen und japanischer Whiskey. Man konnte in die K\u00fcche sehen, in der zwei junge K\u00f6che arbeiteten. <\/p>\n\n\n\n<p>Alfred bestellte eine Sashimi-Platte, eine Variation aus verschiedenen rohen Fischsorten, ohne Reis. F\u00fcr mich gab es Reis und gegrillter Fisch des Tages, was ein Lachsfillet war \ud83d\ude42 Zwischendurch suchte die Chefin immer wieder nach Gespr\u00e4chen mit uns auf englisch. Allerdings war die Kommunikation und Verst\u00e4ndnis schwer, weshalb ein junger Mann von einer Gruppe immer wieder vom Tisch kam und zwischen uns \u00fcbersetzte. Wir kamen ins Gespr\u00e4ch mit &#8222;UG&#8220; ([<strong><em>jud\u0361\u0292i\u02d0<\/em><\/strong>]) , der in einem nahegelegenen Hotel arbeitete und nun mit seinen Arbeitskollegen entspannte. Einige hatten am n\u00e4chsten Tag frei, weshalb immer wieder Sake bestellt wurde. Es musste ja so kommen: im Laufe des Abends entstanden immer mehr Gespr\u00e4che und dann wurden wir zu Tische eingeladen. Es war ein super Abend und eine Sakerunde folgte der anderen. Im Laufe des Abends lernten wir unsere japanisch Kenntnisse zu verbessern und zu vertiefen sowie besondere Floskeln. Wir hingegen erz\u00e4hlten von Bayern, M\u00fcnchen und nat\u00fcrlich dem Oktoberfest! <br>Sp\u00e4ter kam auch Yuichi, unser Host, und erz\u00e4hlte uns von seiner Arbeit, japanischer Traditionen und vieles mehr. Wir hatten einen wunderbaren, lockeren Abend und lachten viel.<\/p>\n\n\n\n<p>UG, Tatsuki, Yuka, Sakura, Miki und of course Yuichi and Masako (Ok\u0101san), if you read this blog: Thank you for the wonderful time with you guys!! It was a incredible evening. If ever go to Munich, please contact us. It would be a pleasure to host you.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Mittnacht kamen wir ersch\u00f6pft, aber super gl\u00fccklich bei unserer Unterkunft an und schliefen direkt ein.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben zwei volle Tage f\u00fcr Nikko eingeplant und wollten diese auch ausnutzen f\u00fcr Kultur &hellip; <a href=\"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/die-waelder-von-nikko\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Continue Reading<span class=\"screen-reader-text\">Die W\u00e4lder von Nikko<\/span><\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":1086,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1053","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-japanreise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1053","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1053"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1053\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1206,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1053\/revisions\/1206"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1053"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1053"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vollweiler.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1053"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}